Kultur

Der Weg ins digitale Finale

23.02.2021 • 20:00 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Das Siegerkonzert 2019 der Gruppe Crosswinds im Gasthof Löwen in Tisis.<span class="copyright"> Matthias Rhomberg</span>
Das Siegerkonzert 2019 der Gruppe Crosswinds im Gasthof Löwen in Tisis. Matthias Rhomberg

Das Finale des Hugo Wettbewerbs findet heuer digital statt.

Neue Zeiten erfordern neue Wege, doch eigentlich gehen die jungen Musiker, die beim Hugo Wettbewerb der Montforter Zwischentöne teilnehmen, automatisch neue Wege – nämlich mit ihren innovativen Konzertformaten. Diese werden seit 2015 bei dem Konzertdramaturgie-Wettbewerb gesucht, prämiert und von der Siegergruppe uraufgeführt. Am 1. März findet das diesjährige Hugo-Finale statt, das aus gegebenem Anlass ausschließlich per Online-Streaming verfolgt werden kann. Auch die vorangegangenen Einreichungs- und Entscheidungsschritte wanderten zur Gänze in die digitale Welt ab. Hans-Joachim Gögl, zusammen mit Folkert Uhde Kurator der Zwischentöne, informierte im Gespräch über diesen Prozess.

“Wege und Einfall”

Erfreut ist Gögl darüber, dass sich trotz der schwierigen Umstände über 100 Studierende an der ersten Phase des Hugo 2021 beteiligt hätten. Junge Musiker von 21 Musikhochschulen in Deutschland, Österreich und der Schweiz hätten schließlich ihre Konzertideen eingereicht, erklärt der Zwischentöne-Kurator. Das Siegerkonzert soll am 28. November im Rahmen der nächs­ten Zwischentöne-Reihe uraufgeführt werden.

Auf Schloss Amberg findet das nächste Hugo-Konzert statt.<span class="copyright"> Klaus Hartinger</span>
Auf Schloss Amberg findet das nächste Hugo-Konzert statt. Klaus Hartinger

Schauplatz wird das Schloss Amberg in Feldkirch-Altenstadt sein, „Wege und Einfall“ lautet das Thema. Dabei handle es sich um zwei verschiedene Arten, wie Neues in die Welt gelangt, so Gögl: Der Weg sei ein langsamer Prozess des Austestens, während der Einfall in einem einzigen Moment geschieht. Mit dem Schloss sei abermals ein besonderer Ort in der Region ausgewählt worden – ein „interessantes Einfamilienhaus“ sei das 1493 erbaute Feldkircher Schloss, sagt der Zwischentöne-Macher schmunzelnd.

Videos vom Schloss

Damit sich die Studierenden aus den Nachbarländern in ihren Konzepten mit dem Raum auseinandersetzen konnten, wurde ihnen ein Video der Räumlichkeiten zugesendet. Die vielen Räume des Schlosses würden die Suche nach neuen Formaten geradezu erzwingen, so Gögl: Eine einfache Frontal-Aufführung mit einer einzigen Bühne sei hier nicht gefragt.

Hugo Wettbewerb

Das Hugo Finale kann am Montag, den 1. März um 19 Uhr auf der Website der Montforter Zwischentöne (www.montforter-zwischentoene.at) verfolgt werden. Eine Anmeldung ist nicht nötig. Das Konzert auf Schloss Amberg ist am 28. November geplant.

Die Studierenden-Teams haben wiederum mit kurzen Exposés geantwortet, in denen sie ihr Konzept präsentierten. Sehr unterschiedliche Ansätze wurden laut Gögl eingereicht. Auch zu erkennen sei, dass die jungen Talente sehr gut mit den neuen Medien umgehen könnten – insofern sei die diesjährige digitale Form des Wettbewerbs passend. Denn die fünf nominierten Teams haben sechsminütige Videos erstellt, die beim Finale zu sehen sind. Mit dabei sind zwei Gruppen aus Bern, eine aus Leipzig und Weimar, eine vom Vorarlberger Landeskonservatorium – ein Team aus Feldkirch könne immer mitmachen, wie Gögl ergänzt – und eine von Studierenden aus Salzburg, Graz, Innsbruck und Wien.

Abwechslung

Beim Streaming am 1. März werden nicht nur die Videos der Gruppen zu sehen sein. Teile der Jury-Gespräche, die Vorstellung der Teams und ein Live-Publikumsvoting sollen für Abwechslung sorgen.