Kultur

SOV: Optimismus trotz weiterer Absage

18.03.2021 • 19:00 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
SOV-Abo-Konzert im Frühjahr 2019. In der Mitte zu sehen ist Violinist Emmanuel Tjeknavorian, der kürzlich den SOV-Part zur Haydn-Passionsmusik dirigiert hat.<span class="copyright"> Mathis Fotografie</span>
SOV-Abo-Konzert im Frühjahr 2019. In der Mitte zu sehen ist Violinist Emmanuel Tjeknavorian, der kürzlich den SOV-Part zur Haydn-Passionsmusik dirigiert hat. Mathis Fotografie

Fünftes SOV-Konzert abgesagt, Mahler-Konzert im Oktober.

Abo-Konzerte mit einer hohen Anzahl an Besuchern fielen im Laufe der vergangenen zwölf Monate häufig den Corona-Maßnahmen zum Opfer, aktuell betroffen davon ist erneut das Symphonieorchester Vorarlberg (SOV). Wie Sebastian Hazod, der Geschäftsführer des Orchesters, nach eigenen Angaben in Erfahrung bringen konnte, sollen die aktuellen Beschränkungen von maximal 100 Zuschauern bis mindestens 11. April gelten. Am 10. und 11. April waren Aufführungen des Abo-Konzerts Nummer fünf mit Dirigent Gérard Korsten, Pieter Schoeman (Violine) und Xandi van Dijk (Viola) geplant. Dieses Konzert fällt nun ersatzlos aus. Hoffnung gibt es aber noch für das sechste Abo-Konzert, das derzeit für Mai angesetzt ist, sowie für das Konzert Nummer drei. Für Letzteres wird gerade nach einem Ersatztermin gesucht.

Kirill Petrenko kehrt im Oktober nach Vorarlberg zurück. <span class="copyright">Mathis Fotografie</span>
Kirill Petrenko kehrt im Oktober nach Vorarlberg zurück. Mathis Fotografie

Eine weitere positive Nachricht: Der bereits zwei Mal verschobene letzte Part zur Vollendung des Mahler-Zyklus hat nun endlich einen Termin gefunden, der mit überaus hoher Wahrscheinlichkeit hält. Mahlers „Neunte“ wird am 2. und 3. Oktober ertönen. Mit einem großen Aufwand konnte der Ersatztermin zusammen mit Kirill Petrenko fixiert werden, meint Hazod im Gespräch – offenbar hat der Stardirigent dieses Jahr noch zahlreiche andere ­Eintragungen in seinem Kalender.

Positives Zeichen

Grundsätzlich sieht der SOV-Geschäftsführer die jüngsten Öffnungsschritte in Vorarlberg als positives Zeichen. Nur eben die SOV-Abo-Konzerte – das Orchester zählt derzeit 1800 Abonnenten – seien derzeit noch nicht möglich. Denn für eine Durchführung wären mindestens 500 Besucher pro Aufführung nötig, dann könnte ein Konzert auf vier Termine aufgeteilt werden, rechnet Hazod vor. Diese Variante wäre zwar nicht wirtschaftlich, aber realisierbar. Die jüngsten Entwicklungen gingen jedenfalls in die richtige Richtung.

Kleinere Formate

In der Zwischenzeit plane Hazod mit seinem Team kleinere Konzertformate, die abseits des Abo-Programms verwirklicht werden könnten, wie er verriet. Diese Projekte sollen aber erst dann veröffentlicht werden, wenn deren Realisierung gesichert sei, um weitere Absagen zu vermeiden.

Bereits erworbene Karten für das fünfte Abo-Konzert werden, falls gewünscht, unter www.sov.at/kundenportal rückerstattet.     

Trotz der Umstände war das Orchester in den vergangenen Wochen alles andere als untätig: Hinter verschlossenen Türen und unter höchsten Sicherheitsauflagen haben die Vorproben zum Mahler-Konzert begonnen. Auch die Opernproduktion „Jephtha“ wurde am Landestheater finalisiert. Dazu kommen noch die Arbeiten am Gemeinschafts-Karfreitagsprojekt hinzu, über das bereits gestern berichtet wurde. Am Freitag vergangene Woche wurde der SOV-Part zur Passionsmusik von Haydn aufgenommen, wie Hazod informierte.