Kultur

Ausgezeichnetes Frauenmuseum

07.05.2021 • 21:02 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Das Team in der Ausstellung "Geburtskultur". <span class="copyright">Angela Lamprecht</span>
Das Team in der Ausstellung "Geburtskultur". Angela Lamprecht

Das Frauenmuseum Hittisau erhielt einen europäischen Preis.

Ein weiteres Mal wurde das Frauenmuseum Hittisau prämiert: Der Institution wurde eine von sechs speziellen Auszeichnungen („Special Commendations“) des Europäsichen Museumspreises (EMYA) 2021 zuerkannt. Damit werden Museen gewürdigt, die Neues und Innovatives für ihr Publikum leisten, und von denen andere Museen lernen können. Der Hauptpreis wurde bei der Online-Preisverleihung am 6. Mai an das Naturalis Biodiversity Center in den Niederlanden vergeben. Das Frauenmuseum wurde als einziges österreichisches Museum ausgezeichnet.

Internationale Wirkung

Die Direktorin Stefania Pitscheider Soraperra zeigte sich im Gespräch erfreut über den bedeutenden Preis. Es sei bereits eine große Ehre gewesen, aus all den Museen in Europa überhaupt nominiert worden zu sein. So weit gekommen zu sein, zeige die Bedeutung des Hauses für den ländlichen Raum auf: „Im ländlichen Raum werden weitreichende Entscheidungen getroffen“, die internationale Wirkung hätten, sagt sie.

Stefania Pitscheider Soraperra. <span class="copyright">Angela Lamprecht</span>
Stefania Pitscheider Soraperra. Angela Lamprecht

Wie bereits berichtet, haben die Grünen kürzlich eine Anfrage an die Landesregierung herangetragen, um die Förderung des Museums auszubauen. Das Haus, das heuer das 20-jährige Bestehen feiert, kämpft mit finanziellen Schwierigkeiten. Auch Pitscheider Soraperra hofft auf eine breitere Unterstützung aus weiteren Töpfen – so sei das Museum auch für Tourismus und Standortsicherung relevant. Auch der Bund könnte mehr beitragen. Landesstatthalterin Barbara Schöbi-Fink und Landesrätin Katharina Wiesflecker gratulieren dem Team in einer Aussendung.

Sexualisierte Gewalt

Das Museum ist derzeit mit der Vorbereitung einer internationalen Konferenz beschäftigt, die alle Frauenmuseen der Welt in Hittisau versammelt – auch digital. Im Herbst soll es in einer Ausstellung in Kooperation mit der ifs Gewaltschutzstelle Vorarlberg um sexualisierte Gewalt gehen.

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