Kultur

Mit Filmen über den Tellerrand blicken

02.06.2021 • 22:28 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Ausschnitt aus dem Film "Das Fieber" von Katharina Weingartner. <span class="copyright">pooldoks</span>
Ausschnitt aus dem Film "Das Fieber" von Katharina Weingartner. pooldoks

Am Sonntag wird das Human Vision Filmfestival eröffnet.

Die Umsicht führt uns zu besonnenem Handeln, aber mit ihr sehen wir uns eben auch um, blicken weiter als bis zum Tellerrand. Und so ist „Umsicht“ auch der passende Leitgedanke für das Human Vision Filmfestival, das in wenigen Tagen am Spielboden Dornbirn erneut die Menschenrechte ins Zentrum stellt, gegenwärtige Entwicklungen beleuchtet und Visionen für die Zukunft bereitstellt. Vergangenes Jahr musste das Festival abgesagt werden, heuer wird Human Vision hybrid veranstaltet, das heißt es gibt Präsenzveranstaltungen am Spielboden, aber auch Tage, an denen die Filme nur online zu sehen sind – und das für jeweils 48 Stunden.

"Die Kinder der Utopie" läuft ab Dienstag online. <span class="copyright">M. Bothor</span>
"Die Kinder der Utopie" läuft ab Dienstag online. M. Bothor

Mit 15 Filmen gibt es heuer mehr Streifen zu sehen als üblich, dafür wurde aufgrund der Pandemie das traditionell sehr umfangreiche Rahmenprogramm reduziert. Darüber informierten Niklas Koch und Spielboden-Geschäftsführerin Heike Kaufmann im Gespräch. Zusammen mit Johny Ritter zeichnen sie für das Festival verantwortlich. Für die Organisatoren ist umsichtiges Handeln wichtig – damit könne jeder zur Wahrung der Menschenrechte beitragen, so Koch. Mit dem Fes­tival sollen die Besucher auch die Möglichkeit haben, in andere Kulturen und Länder zu blicken, ergänzt Kaufmann. Es sind Schulvorstellungen der Filme auch nach der Festivalzeit buchbar. Zu jedem Film gibt es zusätzlich zur Vorstellung ein vorab aufgezeichnetes Gespräch, wie Kaufmann anmerkt.

African Dinner

Die beiden ers­ten Festivaltage sowie die Schlussfeier sind Präsenzveranstaltungen. Am kommenden Samstag geht es los mit einer Preview, wobei auch Kindern etwas geboten wird: Um 15 Uhr ist der fantasievolle Film „Kinderzauber“ von Ruth Rieser zu sehen, der zusammen mit Kindern realisiert wurde. Der darauffolgende Eröffnungstag beginnt mit der Eröffnung der Ausstellung „Rudeltiere und Einzelgänger“, die von der Ateliergemeinschaft ARTquer, in der Menschen mit Behinderung tätig sind, gestaltet wurde. In der Kantine gibt es ein „Special African Dinner“, für welches Mama Lisi, bekannt von der „This Is Africa Party“, aufkochen wird. Hierfür ist bis heute Abend eine Anmeldung erforderlich (kantine@spielboden.at).

Human Vision. 6. bis 12. Juni, am Spielboden Dornbirn und online. Einzeltickets und Festivalpässe gibt es ab Freitag unter www.humanvision.at

Am Sonntag wird zudem der Film „Das Fieber“ der gebürtigen Vorarlbergerin Katharina Weingartner gezeigt. Dabei geht es um die Heilpflanze Artemisia annua, die erfolgreich bei Malaria eingesetzt wird – entgegen des Willens der profitorientierten Pharmakonzerne, sogar der WHO. Von Montag bis Freitag werden dann die weiteren Filme online gezeigt, bevor am 12. Juni gefeiert wird – mit dem Spielbodenchor, einem Konzert mit Sapperlotta und mit DJ Socke 23. Die Party findet ab 16 Uhr bei freiem Eintritt auf der Spielbodenterrasse statt. Vom Verein Vindex gibt es Essen aus Tschetschenien.

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