Kultur

Gräve bleibt bis 2028 Landestheater-Intendantin

17.01.2022 • 19:46 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Stephanie Gräve bleibt noch länger in Bregenz. <span class="copyright">Anja Köhler</span>
Stephanie Gräve bleibt noch länger in Bregenz. Anja Köhler

Stephanie Gräves Vertrag wurde bis 2028 verlängert, zuerst galt er bis Juni 2023.

Seit der Saison 2018/19 ist Stephanie Gräve Intendantin des Vorarlberger Landestheaters. Nun wurde ihr Vertrag bis zum Sommer 2028 verlängert, wie am Montag aus einer Aussendung hervorging. Der Aufsichtsrat der Kuges (Vorarlberger Kulturhäuser-Betriebsgesellschaft mbH) habe dies in einer Sitzung einstimmig empfohlen.

Nestroy-Nominierung

Der Rückblick von Gräves Wirken seit ihrer nunmehr vierten Spielzeit ist ein positiver: Die gebürtige Duisburgerin konnte die überregionale Aufmerksamkeit des Hauses steigern, eine Nestroy-Nominierung konnte das Landestheater etwa 2020 für das Großprojekt „Cold Songs: Rom“ verzeichnen. Neben Eigenproduktionen, die sich oftmals gesellschaftlichen Themen widmen, stehen unter Gräves Leitung auch Gastspiele und Koproduktionen auf dem Programm.

Stabilität

Mit der Coronapandemie waren die vergangenen knapp zwei Jahre für die Intendantin offenbar keine einfachen, der Verlust von Zuschauern hielt sich jedoch in Grenzen. „In gegenwärtig herausfordernden Zeiten bedeutet die Vertragsverlängerung auch ein Zeichen von Kontinuität und Stabilität“, meint die Aufsichtsratsvorsitzende und Landeskulturreferentin Barbara Schöbi-Fink. „Stephanie Gräve ist es gelungen, das Haus zu öffnen und eine neue Publikumsschicht für das Programm am Vorarlberger Landestheater zu begeistern. Wir freuen uns auf weitere spannende Jahre der Zusammenarbeit“, so Schöbi-Fink weiter.

"Wir reden über Polke, das sieht man doch!" wird in Zürich gezeigt. <span class="copyright">Anja Köhler</span>
"Wir reden über Polke, das sieht man doch!" wird in Zürich gezeigt. Anja Köhler

Gräve wurde 1968 geboren, nach einem Studium der Theaterwissenschaft, Germanistik und Philosophie begann sie 1995 als Dramaturgin am Theater Oberhausen. 1999 wechselte sie ans Schlosstheater Moers, das sie gemeinsam mit Johannes Lepper bis 2003 leitete. Anschließend arbeitete sie am Theater Bonn, von 2012 bis 2015 war sie am Theater Basel tätig. In der Saison 2015/16 war sie Schauspieldirektorin in Bern. Gräve ist im Vorstand des Internationalen Theaterinstituts tätig und seit 2017 Vorstandsmitglied von art but fair.

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