Kultur

“L’Ora”: Vom Parteiblatt zum Mafiaschreck

23.01.2022 • 14:09 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
"L'Ora" - Worte gegen Waffen
“L’Ora” – Worte gegen Waffen Sky

Mutige Zeitungsredaktion stellt sich auf Sizilien der Cosa Nostra entgegen.

Blütenweiße Hemden, die Ärmel aufgekrempelt: Es gibt viel zu tun. Sizilien, Ende der 1950er-Jahre. Für Chefredakteur Antonio Nicastro, ein Neuankömmling aus Rom, der die kommunistische Tageszeitung „L’Ora“ in Palermo auf Vordermann bringen muss. Blütenweiße Hemden ebenso in der Umgebung, auch hier ist man sehr fleißig, nur die Weste, die ist nicht weiß. Ein Bauernvertreter verschwindet, ein Bub sieht den Mord, bald darauf ist er tot, umgebracht vom leitenden Arzt des nahen Krankenhauses. Blütenweiß das Leichentuch und alle stecken unter einer Decke.

Bis „L’Ora“ erwacht, sie bringt die Geschichte und schreibt auch bald das Wort aus, das hier niemand laut sagt: „Mafia“. Die Antwort kommt schnell und laut: Fünf Kilo TNT explodieren in der Redaktion –aber man macht weiter. Es sind gemächliche Bilder in gedämpften Farben, die dieses Sizilien umkreisen. Intensiv rückt die Kamera an die Protagonisten der Serie heran, um ihren inneren Kampf, der sich in ihren Gesichtern eindrücklich zeigt, einzufangen. Denn eines ist klar, hier geht es bald um Leben und Tod. Die Serie setzt der Zeitung und ihrer Redaktion ein stimmiges Denkmal. Der Kampf von „L’Ora“ gegen die Mafia beruht auf einer wahren Geschichte.

„L’Ora“ ist auf Sky zu sehen.


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