Kultur

Felix Mitterer „trifft“ Franz Michael Felder

23.08.2022 • 14:59 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Der Tiroler Autor Felix Mitterer. <span class="copyright">fotowerk aichner</span>
Der Tiroler Autor Felix Mitterer. fotowerk aichner

Der Tiroler Autor widmet sich in Bizau auch dem ­Bregenzerwälder Schriftsteller, Sozialreformer und Bauer.

Zuletzt war der Tiroler Schriftsteller Felix Mitterer (74) in die Schlagzeilen geraten, weil er angekündigt hatte, sein Heimatbundesland zu verlassen, da er eine Tourismusabgabe zahlen sollte. Diese Woche ist er allerdings im Bregenzerwald, genauer gesagt in Bizau, wo er in den vergangenen Jahren immer wieder mal zu Gast war. Der dortige Theaterverein hatte bereits mehrfach Mitterer-Stücke auf dem Programm und der Tiroler ist auch ein „bekennender Bewunderer Felders“, wie der Franz-Michael-Felder-Verein in einer Aussendung schreibt.

Zwei Mal wird Mitterer in dieser Woche auch öffentlich auftreten. Zum Auftakt seines sommerlichen Aufenthalts im Bregenzerwald stellt der Autor heute Abend um 20 Uhr im Gebhard-Wölfle-Saal in Bizau seine Autobiografie „Mein Lebenslauf“ vor, die 2018 im Haymon Verlag erschienen ist.
Darin blickt Mitterer zurück auf seinen Weg in die Kunst, die Literatur und das Theater. Offenherzig erzählt er von seiner Kindheit, von Erfolgen, Erfahrungen und Erlebnissen, schmerzhaften wie schönen. Darüber hinaus gibt er Einblick in seine Arbeit als Schriftsteller. „Ein fesselndes Dokument eines aus heutiger Sicht archaisch anmutenden Stücks Kulturgeschichte“, heißt es. Ebenfalls heute Abend spielt der Theaterverein Bizau Szenen aus seinen Inszenierungen von Felix Mitterers Stücken „Kein Platz für Idioten“ und „Kanis“. Im Anschluss führt Walter Fink, der Obmann des Felder-Vereins, ein Gespräch mit dem Tiroler Autor.
Drei Tage später, am Freitag, den 26. August, steht Franz Michael Felder (1839–1869) im Mittelpunkt der Veranstaltung. Felix Mitterer liest ebenfalls ab 20 Uhr im Gebhard-Wölfle-Saal in Bizau aus Felders Autobiografie „Aus meinem Leben“, einem „Meisterwerk der autobiografischen Literatur und vor allem eine Liebeserklärung Felders an seine Frau Nanni“. Ihr setzt er mit diesem Buch ein Denkmal, mit der gemeinsamen Hochzeit endet der erste Teil. Zu einem zweiten Teil ist es nicht gekommen: Felder starb wenige Wochen nach der Niederschrift – am 26. April 1869.

Im Anschluss an die Lesung spricht Jürgen Thaler, Leiter des Franz-Michael-Felder-Archivs der Vorarlberger Landesbibliothek, mit Felix Mitterer über den „Bauern und Schriftsteller aus dem Bregenzer Wald“, wie Mitterer Felder beschreibt.