Kultur

Coronahilfen für Kultur: RH empfiehlt Kontrollen

26.08.2022 • 18:43 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Der Rechnungshof hat sich die Unterstützungen während der Corona-Pandemie angeschaut. <span class="copyright">APA/HERBERT PFARRHOFER</span>
Der Rechnungshof hat sich die Unterstützungen während der Corona-Pandemie angeschaut. APA/HERBERT PFARRHOFER

Der Rechnungshof hat sich die Unterstützungen für Kunst und Kultur während der Corona-Pandemie angeschaut.

Die Corona-Unterstützungsmaßnahmen für Kunst und Kultur waren umfangreich. Nur: Wie viele Menschen genau damit erreicht wurden, lässt sich einem aktuellen Rechnungshof-Bericht zufolge nicht sagen, sei doch die Datenlage „unzureichend“. Der RH empfiehlt auch deshalb ein Konzept für die nachgelagerte Kontrolle, wie es gestern hieß.
Im vom RH untersuchten Zeitraum (März 2020 bis März 2021) leistete der Bund rund 200 Milionen Euro an Beihilfen im Kunst- und Kulturbereich. Rund 114.300 Anträge wurden im Prüfzeitraum von drei Stellen bewilligt: dem Künstler-Sozialversicherungsfonds (KSVF), der Sozialversicherungsanstalt der Selbstständigen (SVS) sowie der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

Wechsel möglich

Zu verschiedenen Zeitpunkten waren auch Wechsel zwischen den jeweils bereitgestellten Fonds möglich, allerdings gab es unterschiedliche Regelungen, ob bereits erhaltene Beihilfen angerechnet wurden oder nicht. Wie viele Personen mit den drei überprüften Fonds erreicht wurden und was allfällige Wechselgründe waren, lässt sich laut RH aufgrund fehlender Daten nicht sagen.
Aufgrund der Möglichkeit, bei mehreren Stellen um Unterstützung anzusuchen, komme einer nachgelagerten Kontrolle „eine besondere Rolle“ zu. Der RH kritisierte in diesem Zusammenhang, dass beim Kulturministerium „kein Prüfkonzept zur nachgelagerten Kontrolle vorlag und die Vorgaben in den Richtlinien und Abwicklungsvereinbarungen diesbezüglich nicht ausreichend klar waren“.

Empfohlen wird dem Ministerium, in Zusammenarbeit mit den beteiligten Institutionen „ein klar definiertes Konzept für die nachgelagerte Kontrolle beim KSVF und bei der SVS zu erstellen, um unzulässige Mehrfachförderungen beziehungsweise zu Unrecht bezogene Beihilfen oder Förderungen aufzudecken“. Generell sollte das Kulturministerium „seine Überlegungen zur Verbesserung der statistischen Datenlage“ weiter vorantreiben.
„Unser Ziel war es von Beginn der Pandemie an, schnell und unbürokratisch zu unterstützen, um den finanziellen Auswirkungen der Pandemie auf Österreichs Künstlerinnen und Künstler zu begegnen“, so Kulturstaatssekretärin Andrea Mayer in einer Stellungnahme. Die Empfehlungen des Rechnungshofes will das Kulturministerium nun „im Rahmen der Möglichkeiten“ umsetzen, teilweise seien diese auch bereits aufgegriffen und implementiert worden.

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