Kultur

Mobilitätsgeschichten von 80 ÖBB-Lehrlingen

26.08.2022 • 19:26 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Seit Montag erarbeitet Brigitte Walk mit den Lehrlingen das Tanztheaterstück. <span class="copyright">Dietmar Mathis/VMOBIL</span>
Seit Montag erarbeitet Brigitte Walk mit den Lehrlingen das Tanztheaterstück. Dietmar Mathis/VMOBIL

„Mobility Moves“ heißt das neue Tanztheaterprojekt von Brigitte Walk. Mitwirkende sind alle Vorarlberger ÖBB-Lehrlinge.

Die Feldkircher Theatermacherin Brigitte Walk von walktanztheater.com ist bekannt für Inszenierungen an ungewöhnlichen Orten und mit verschiedensten Gruppen – häufig hat sie in der Vergangenheit auch mit Jugendlichen gearbeitet. In diese Kategorie fällt auch ihr aktuelles Projekt, mit dem am Montag dieser Woche begonnen wurde und bereits Ende nächste Woche die Aufführungen stattfinden werden.

Beim Tanztheaterstück „Mobility Moves“ – darum handelt es sich beim neuen Projekt – arbeitet Walk mit allen rund 80 Vorarlberger ÖBB-Lehrlingen. 13 davon sind Mädchen. Die Kontakte zu den ÖBB gibt es seit 2018, als sie ein Theaterprojekt im Zug realisiert hat, erzählt Walk. Anlässlich des diesjährigen 150-Jahr-Jubiläums der Eisenbahn in Vorarlberg lag es auf der Hand, sich dem Thema Mobilität zu widmen.

Wanderausstellung

Der Historiker Christof Thöny hat eine Wanderausstellung zum Jubiläum gestaltet, die noch bis 11. September in der Galerie allerArt in Bludenz zu sehen ist. Eine gemeinsame Besichtigung dieser Schau mit allen Lehrlingen stand am Anfang des Projekts, erzählt Walk. Dabei kamen verschiedenste Themen aufs Tapet, darunter Mobilität in früheren Zeiten oder auch Migrationsbewegungen. „Mobilität hat immer auch mit Migration zu tun“, so die Theatermacherin.
In der Folge erzählten die Lehrlinge ihre persönlichen Geschichten. Sie berichteten etwa von der Herkunft ihrer Eltern und Großeltern – aus Südtrirol, Trentino, Deutschland, Ex-Jugoslawien oder der Türkei. „Alles was man aus den Geschichtsschreibung kennt, kommt in den Erzählungen vor“ berichtet Walk. Gesprochen wurde aber auch über die aktuellen Fortbewegungsarten der Jugendlichen und wie sie sich persönlich Mobilität in Zukunft vorstellen. Diese dabei entstandenen Geschichten bilden die textliche, inhaltliche Linie von „Mobility Moves“. Dazu kommen Choreographie und Bewegung, informiert die Projektleiterin.

Das entstandene Stück können Interessierte Anfang September sehen. <span class="copyright">Dietmar Mathis/VMOBIL</span>
Das entstandene Stück können Interessierte Anfang September sehen. Dietmar Mathis/VMOBIL

Riesige Halle

Brigitte Walk wird das Tanztheaterstück mit den Lehrlingen inszenieren, von Martin E. Greil kommt die Musik dazu und die Choreographie stammt von Martin Birnbaumer. Während dieses Profi-Trio schon länger mit den Vorbereitungen beschäftigt ist, wurde mit der Arbeit mit den Jugendlichen erst am begonnen.
„Wir sind in der großen, technischen Servicehalle der ÖBB-Remise in Bludenz, dort, wo die Züge reapiert werden“, zeigt sich Walk begeistert vom „Proberaum“, in dem auch die Aufführungen stattfinden werden. „Das ist alles riesig dimensioniert und sehr spannend.“ Allerdings gelte es natürlich, sicherheitstechnisch einiges zu beachten.

„Harte Probetage“

Am Montag und Dienstag stehen noch zwei „harte Probetage“ auf dem Programm, bevor am Mittwoch die öffentliche Generalprobe für die Angehörigen stattfindet.
Am Donnerstag und Freitag, 1. und 2. September, wird das Stück dann auch interessiertem Publikum gezeigt. Beginn der Veranstaltung in der ÖBB-Remise in der Mokrystraße in Bludenz ist jeweils um 18 Uhr. Der Eintritt ist frei. Da die Zuschauerzahl aber begrenzt ist, ist eine Anmeldung dringend notwendig

(https://www.vmobil.at/ueber-vmobil/veranstaltungskalender/mobility-moves-oebb-tanztheaterprojekt).

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