Kultur

Die Farbe Grün als
verbindendes Element

01.09.2022 • 13:58 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Robert Svoboda in seinem Atelier. <span class="copyright">Veranstalter</span>
Robert Svoboda in seinem Atelier. Veranstalter

Desislava Unger und Robert Svoboda zeigen in einer ­Ausstellung in der Scheune Lehen in St. Gerold ihre Werke.

Die 1980 in Sofia in Bulgarien geborene und in Wien lebende Künstlerin Desislava Unger arbeitet in den Bereichen Zeichnung und Grafik, hauptsächlich mit Holzschnitt, Linolschnitt und Siebdruck. ein einfaches Bild zu kreieren. „Mein Interesse gilt einzig und allein der Person, der Erfahrung, dem Leiden, dem Gefühl. Landschaften und Innenräume sind nur das formale Mittel, um die Anwesenheit, die Abwesenheit oder die Spuren des Menschen zu zeigen. Ich erzähle Geschichten, die ich nicht kenne“, sagt sie zu ihrer Arbeit.
Robert Svoboda, geboren 1959 in Wien, lebt und arbeitet in Niederösterreich und Burgenland. Er ist Bildhauer, Druckgrafiker und Zeichner. „Robert Svobodas Arbeiten – Miniaturinstallationen und Stillleben – sind humorvolle Betrachtungen zu (tod)ernsten Themen“ (Helga Cmelka).
Diese zwei unterschiedlichen künstlerischen Positionen werden ab Samstag in einer gemeinsamen Ausstellung in der Scheune Lehen in St. Gerold gezeigt. Titel der Schau ist der berühmte Song aus dem Musical „My Fair Lady“: „Es grünt so grün…“

Desislava Unger in ihrem Atelier. <span class="copyright">Veranstalter</span>
Desislava Unger in ihrem Atelier. Veranstalter

Die Farbe Grün verbindet die beiden nämlich und daneben auch der in ihren Kunstwerken versteckte Witz und die humorvoll verpackte ernst gemeinte Gesellschaftskritik, heißt es. Von Unger ist etwa der Holzschnitt „You can always be there“ in mehreren Variationen zu sehen. Dunkles und helles Grün stehen für die Künstlerin „für einen Sehnsuchtsort, einen Ort, den jeder hat, wo man im Einklang mit sich selbst ist und das ist nur in der Natur möglich.“
Svoboda ist ein ausgewiesener Farbexperte, der spannende Geschichten zu Farben wie indigoblau, indisch-gelb oder giftgrün beziehungsweise Wiener Grün erzählt.
Die Ausstellung wird am Samstag, 3. September, um 18 Uhr eröffnet. Dazu gibt es Kurztexte von Erika Kronabitter und Musik vom Klanglabor Liechtenstein.
www.scheune-lehen.at

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