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Das Gespür für Kunstschnee

Marcel Beyer, 1965 in Baden-Württemberg geboren, erregte mit Büchern wie „Das Menschenfleisch“, „Flughunde“ und „Spione“ als Romancier Aufsehen. Sein Debüt gab der Autor, der eine Diplomarbeit über Friederike Mayröcker schrieb, allerdings mit Gedichten („Walkmännin“, 1990).

Die Sammlung „Erdkunde“ war 2002 ein viel beachtetes Lebenszeichen des Lyrikers Beyer, nun versammelt „Graphit“ seither entstandene Gedichte. Und zeigt ihn erneut als starken poetischen Muskel. Als Autor, der so einfallsreich wie prägnant mit und an der Sprache arbeitet, seinem Material vielfältige Überraschungen abgewinnt.

So verschränkt Beyer gleich im ersten titelgebenden Zyklus Gedanken über Kunst und Schnee – den künstlichen Schnee einer heutigen Skihalle mit jenem Kunstschnee, den Sergej Eisenstein im Hochsommer 1938 für seinen Film „Alexander Newski“ aus Graphit anschütten ließ. Ein Musterbeispiel für Beyers Kunst, Motive kurzzuschließen, die auf den ersten Blick nichts miteinander zu tun haben, sowie im Leser spannende Assoziationsprozesse in Gang zu setzen. WT

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