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Lesestoff für den Nachwuchs

Ein tapferesMädchen trotztallen Widrigkeiten

Die Geschichte des Mädchens namens Kalinka spielt in der Ukraine. Was sie erlebt, berührt und geht sehr nahe. Sie macht viel durch und sieht schreckliche Dinge. Weinen kann sie nicht. Sie will leben, für ihre Familie, die getötet wurde. Getötet von deutschen Soldaten. Sie nimmt viel auf sich, um ihr Ziel zu erreichen. Das fordert enorme Anstrengungen von der 14-Jährigen.

Kalinka schafft es, mit zwei Pferden und einem Hund durch die ukrainische Steppe zu gelangen und erreicht schließlich die Halbinsel Krim, die im Süden des Landes liegt. Dort hofft sie, auf die Rote Armee zu treffen, um endlich den deutschen Soldaten zu entkommen, die die Pferde töten wollen. Die meisten dieser Wildpferde haben sie bereits getötet, denn zum Wahnsinn der SS gehört es, alles zu töten, was nicht deutsch ist. Und das sind die Przewalski-Pferde auf keinen Fall. Diese asiatischen Wildpferde sind unberechenbar, jedoch schlau. Nach der kranken Sicht der Befehlshaber besteht die Gefahr, dass sie sich mit deutschen Rassepferden paaren könnten.

Taras heißt der treue Hund, der Kalinka begleitet. Er gehörte dem alten Max. Max wurde von deutschen Soldaten erschossen, als diese entdeckten, dass er ein jüdisches Mädchen versteckt hielt. Max war für die Tiere des Naturreservats verantwortlich und ist dageblieben, als die restliche Belegschaft im Sommer geflohen war. Er hatte Kalinka vor einem Schneesturm gerettet und sie wenige Tage bei sich versteckt. Max meinte, er könnte eine Art Großvater für sie sein. Beide freundeten sich schnell an, denn beide teilten dasselbe Schicksal – sie hatten ihre Familien verloren.

Kalinka floh dann mit den Pferden vom Naturschutzgebiet Askania-Nowa bis in den Süden des Landes.

Die Geschichte spielt im eisigen Winter 1941, als deutsche Soldaten einfielen und ganze Dörfer auslöschten. Als Kalinka durch einsame Dörfer ritt, wollten hungernde Überlebende mehr als einmal ihre Pferde töten und essen. Kalinka war entsetzt, konnte aber auch verstehen, dass der Hunger viele Menschen beinahe in den Wahnsinn trieb.

Ihr Mut und ihre Liebe zu den Pferden halfen ihr, ihr Ziel zu erreichen. Dieser Roman ist flüssig zu lesen und zieht nicht nur junge Leser in seinen Bann.

 Maria Faber

„Winterpferde“, Philip Kerr, Verlag Rohwolt, ISBN: 9783499217746, empfohlenes Alter ab 13 Jahren.

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