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Die Internationale Pflanzenmesse in Essen geriet heuer vollends zur Bio-Bühne. Die Trends und Neuheiten der grünen Branche.

Alljährlich vor dem Start in die Saison trifft sich die Gartenwelt in Essen in Deutschland, auf der internationalen Pflanzenmesse (IPM) präsentiert die grüne Branche Neuheiten aus aller Welt.

Draußen Winter und in den Hallen Frühling total: blühende Obstbäume, ja sogar schon saftige Erdbeeren und der Duft von Rosen und Flieder. Pflanzenliebhaber könnte diese Messe richtig süchtig machen. Bei den mehr als 1500 internationalen Ausstellern dominierten diesmal die Themen: tolle Blüten, alles für die Bienen und Bio, Bio, Bio.

Besuchern aus Österreich werden beim Thema Biogarten Rosen gestreut, wir seien mit unseren wesentlich strengeren Bestimmungen meilenweit voraus, hieß es in Essen. Jedenfalls machten alle klar, dass Biogärtnern in den kommenden Jahren noch an Bedeutung gewinnen werde.

Nun zur paradiesischen Kulisse: „Madame Lemonnier“ ist der neue Star unter den Lenzrosen. Diese „orientalischen“ Schneerosen haben sich in den letzten Jahren als wahre Senkrechtstarter entpuppt. Mit viel Laubmulch überleben sie auch in einem extrem kalten Winter problemlos. Aber solche Winter gibt es ja offenbar nicht mehr.

Die Züchter tragen dem Trend für südliche Träume Rechnung: Blüten, die wir von Badeurlauben kennen, sind in immer tolleren Farben im Zimmer präsent: Hibiskus leuchtet gelb, rot, rosa mit Blüten, die nun nicht bloß einen Tag, sondern bis zu drei Tage halten. Ebenfalls neu fürs Zimmer: Hortensien in zarten Pastelltönen und Alpenveilchen mit glöckchenförmigen Blüten und dem bezeichnenden Namen „Petticoats“.

Bei den Rosen setzen sich immer mehr die ADR-Sorten durch. Sie sind auf Herz und Nieren oder besser auf Blatt und Blüte getestet und widerstehen Pilzkrankheiten leichter. Erstmals ist diese Robustheit dem Züchter Kordes mit zwei kräftig duftenden, stark blühenden Edelrosen gelungen: „Gräfin Diana“ in Purpurviolett und „Madame Anisette“ in Creme mit einem Hauch Apricot. Bisher hieß es ja: „Viel Duft, viele Krankheiten“. Davon waren bloß alte, einmal blühende Rosen ausgenommen.

Auch der Flieder erlebt eine unglaubliche Renaissance, in der viele neue Sorten verfügbar sind. Mehr als 300, davon viele aus Russland, sind mit ihrem betörenden Duft bereits im Handel gelandet.

Die grüne Branche wird sich auch wieder verstärkt der Bedeutung der Bienen bewusst: Wildblumenwiesen aus der Packung als spezielle Bienenattraktion und Erdbeeren, die mit großen rot und rosa leuchtenden Blüten aufwarten und den Zusatz „bienenfreundlich“ tragen.

Bei Gemüse und Beeren geht es praktisch überall biologisch zu. Die Neuheiten: Himbeeren, die nur einen halben Meter hoch wachsen und nach der Ernte zurückgeschnitten werden, „einjährige“ Brombeeren und Säulenbäume, wohin das Auge blickt.

Interessant ist auch eine Gurkenzüchtung mit extrem dünner Haut und wenig Kernen, damit gibt es kein Aufstoßen. Kurios, aber für Botaniker nichts Neues: eine Tomate, deren Wurzelstock eine Kartoffel ist. Der Marketinggag trägt den Namen „TomTato“.

Beim Pflanzenschutz kommt ein neues Bio-Power-Schneckenkorn von Neudorff mit doppelter Wirkung und halber Aufwandmenge auf den Markt.

Abschließend noch zu den Dekotrends: Hier dominiert eindeutig Glas. Terrakotta hingegen ist wenig zu sehen und Praktisches wie die Gieß-Sprühkanne steht im Vordergrund. Das Gartenjahr kann beginnen.

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