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Papst warnt vor „Handel der Novizinnen“

Laut Papst Franziskus müssen bei der Ausbildung von jungen Ordens­leuten deren kulturellen Hintergründe genau berücksichtigt werden.

Vatikanstadt. Papst Franziskus ruft zu mehr Wachsamkeit bei der Berufung von Ordensleuten auf. Vor allem warnte der Papst vor dem sogenannten „Handel der Novizinnen“, der vor allem zwischen den Philippinen und Europa betrieben werde. Dabei geht es um das Anwerben philippinischer Novizinnen für Europa.

Im Gespräch mit Mitgliedern des Verbands der Leiter der männlichen Ordensgemeinschaften, die am 29. November im Vatikan empfangen wurden, erinnerte der Papst, dass die philippinischen Bischöfe 1994 über den massiven Einsatz ausländischer Kongregationen geklagt hatten, die sich in den Philippinen niederließen, um Novizinnen für Europa zu rekrutieren. „Man muss auf solche Situationen Acht geben“, sagte der Papst in dem Gespräch im Vatikan, das vom Jesuitenpater Antonio Spadaro, Chefredakteur der Jesuitenzeitschrift „Civilta Cattolica“, aufgenommen und am Freitag im Internet ver­öffentlicht wurde.

Laut Franziskus müsse man bei der Ausbildung der Ordensleute ihren kulturellen Hintergrund genau berücksichtigen. „Ich kann keine Person als Geistlichen ausbilden, ohne sein Leben, seine Erfahrung, seine Mentalität und sein kulturelles Umfeld zu betrachten. Das ist der Weg. Das haben auch die großen religiösen Missionare getan“, erklärte der Heilige Vater.

Der Papst meinte, man müsse bei der Ausbildung junger Ordensleute das Bild des religiösen Lebens als Fluchtort und Trost vor einer „komplexen und schwierigen Außenwelt“ bekämpfen.

Schreckgespenst

„Das ist ein Schreckgespenst, das bekämpft werden muss“, erklärte der Papst. Er gab zu, dass das Problem der Bildung der jungen Ordensleute heute schwierig sei. „Die heutige Kultur ist reicher und konfliktreicher als jene, die wir vor Jahren erlebt haben. Wir lebten noch in einer einfacheren und geordneten Kultur“, sagte der Papst. Die Probleme müssten jedoch mit Dialog überwunden werden.

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