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Kritik wegen slowakischer Bischofsabsetzung

Eineinhalb Jahre nach der umstrittenen Absetzung des slowakischen Erzbischofs vom slowakischen Trnava, Robert Bezak, durch Papst Benedikt XVI., regt sich auch in Österreich Kritik an der Vorgangsweise des Vatikans. Mit einer internationalen Petition wollen eine Privatinitiative und die Plattform „Wir sind Kirche“ die öffentliche Rehabilitierung Bezaks erreichen.

„Die Kirche ist ein absolutistisches System und irrt daher nie und wenn sie irrt, dann braucht sie sehr, sehr lang, wie bei der Rehabilitierung von Galileo Galilei – so lange können wir nicht warten“, kritisierte Ex-Vizekanzler Erhard Busek, der die Initiative unterstützt, am Donnerstag in Wien. Ihm gehe es daher darum, ein Signal zu setzen, „dass diese Vorgangsweisen nicht akzeptabel sind“. Es sei zwar das Recht des Papstes, derartige Entscheidungen zu treffen, diese müssten aber ordentlich begründet werden, so Busek weiter. „So geht man mit Menschen nicht um, die Kirche hat Ähnlichkeiten mit einer Diktatur.“

Für Hans Peter Hurka, Vorsitzender der Plattform „Wir sind Kirche“, zeigt die Kirche in der Causa der Absetzung des slowakischen Erzbischofs im Juli 2012 „ein ziemlich grausliches Gesicht“.

Kritikern zufolge führten Versuche Bezaks, Finanzverstrickungen seines Vorgängers Jan Sokol in der Erzdiözese Trnava aufzudecken, zu seiner Amtsenthebung.

Der populäre slowakische Erzbischof Bezak war im Juli 2012 überraschend von Papst Benedikt XVI. des Amtes enthoben worden. Die Hintergründe der Abberufung sind weiterhin unklar.

Vermutet wird ein Zusammenhang mit der finanziellen Gebarung der Erzdiözese, den Vorwürfen von Bezak gegen seinen Amtsvorgänger Jan Sokol und dessen Umgang mit den Diözesanfinanzen sowie einer Anfang 2012 erfolgten Apostolischen Visitation. In der Slowakei führte die rätselhafte Abberufung zu einem Aufschrei, tausende Slowaken protestierten und verlangten seine Rückkehr.

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