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Polnischer Erzbischof: Papst wird instrumentalisiert

Erzbischof Michalik beklagt Instrumentalisierung von Papst Franziskus durch Kirchengegner.

Der Vorsitzende der Polnischen Bischofskonferenz, der Przemysler Erzbischof Jozef Michalik, beklagt: „Heute kämpfen sie mittels des Papstes gegen die Bischöfe in Polen.“ Die Laizisten würden sagen, „Franziskus ist gut, die Bischöfe sind böse“, merkte Michalik an.

In Polen hatten Kritiker der römisch-katholischen Kirche unter anderem erklärt, Papst Franziskus lehne die in dem östlichen EU-Land übliche Bezahlung von Sakramenten ab. Sie verwiesen darauf, dass Franziskus in seinem Lehrschreiben „Evangelii gaudium“ betonte, die Kirche sei „keine Zollstation“.

Die freiwilligen Spenden für Hochzeiten, Beerdigungen und Taufen sind in Polen eine wichtige Einnahmequelle der Pfarreien.

Harte Kritik

Michalik sieht sich persönlich seit einiger Zeit mit harter Kritik konfrontiert. Am heutigen Dienstag verhandelt ein Gericht in Wroclaw (Breslau) über eine Verleumdungsklage gegen den Erzbischof. Eine linksliberale Oppositionspolitikerin fordert eine Entschädigung von umgerechnet knapp 500 Euro, weil Michalik bei einem Gottesdienst in der schlesischen Metropole allgemein Scheidungen der Eltern sowie „aggressive Feministinnen“ für den sexuellen Missbrauch von Kindern verantwortlich gemacht habe. Die Klägerin ist selbst geschieden und Mutter eines Kindes.

„Nicht beleidigt“

Der Erzbischof betonte am Wochenende in einem Radiointerview, die Klägerin sei bei seiner Predigt nicht anwesend gewesen. Er nehme an, dass er sie nicht beleidigt habe.

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