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Runderneuerung für Stift Göttweig

Das im Jahre 1094 gegründete Stift Göttweig in der Wachau zählt zum Unesco-Weltkultur- erbe und befindet sich derzeit in Renovierung.

Die Sanierung des Stiftes Göttweig schreitet voran: Nach der Erneuerung unter anderem des Kirchendaches im Vorjahr soll heuer der 150 Meter lange Ostflügel, der die Klausur der Mönche und die historische Bibliothek beherbergt, neu eingedeckt werden. Nach der Kuratoriumssitzung zur Restaurierung bezifferte Landeshauptmann Erwin Pröll (ÖVP) die Kosten am Dienstag mit 1,2 Millionen Euro.

Renovierung in Etappen

Sechs Bauetappen sollen bis 2018 abgeschlossen werden, das Gesamtvolumen beträgt sechs Millionen Euro. Das Land Niederösterreich übernehme einen Anteil von 25 Prozent, während die Bundesmittel auf 10,5 Prozent abgesunken seien, kritisierte Pröll, dass sich der Bund zunehmend aus der Denkmalpflege zurückziehe. Dabei würden bei Sanierungsarbeiten allein die Einnahmen aus der Mehrwertsteuer die Bundesförderung wieder hereinbringen.

Im Landesbudget sind für den Denkmalschutz fünf Millionen reserviert. Neben der Verantwortung für das kulturelle Erbe seien die wirtschaftlichen Aspekte zu beachten, verwies Pröll auf Arbeitsplätze speziell im Handwerksbereich sowie den Kulturtourismus, der 200 Millionen Euro an Wertschöpfung ins Land bringe.

Große Herausforderung

Die Dacherneuerung sei eine große Herausforderung, sprach Abt Columban Luser von 18.000 Quadratmetern Fläche. Dann muss noch die Fassade der historischen Burg saniert werden.

Der Förderverein der Freunde des Benediktinerstiftes, wegen seiner Lage auch österreichisches Montecassino genannt, hat bisher 370.000 Euro an Spenden gesammelt – eine Million nannte Vereinspräsident Erwin Hameseder als Ziel.

Die Stifte Göttweig und Melk liegen am Ausgang und Ende der Wachau und zählen damit zum Unesco-Weltkulturerbe. Der barocke Neubau des 1094 gegründeten Stiftes Göttweig wurde 1718 nach Plänen von Johann Lucas von Hildebrandt in Angriff genommen. Die Kaiserstiege mit dem Deckenfresko Paul Trogers aus 1739 zählt zu den schönsten barocken Treppenhäusern Europas. Eine Dauerausstellung informiert über das Klosterleben, jährliche Sonderschauen präsentieren die Schätze aus der Kunstsammlung des Stiftes.

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