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Spaniens Kirche will Franco-Ära beleuchten

Madrid. Spaniens Kirche will sich an der Aufdeckung von Fällen der Kindesentführungen beteiligen: Das hat der Vorsitzende der spanischen Bischofskonferenz, Erzbischof Ricardo Blazquez Perez, bei einem Treffen mit Vertretern der „Plattform der Opfer von Kindesentführungen in spanischen Kliniken“ erklärt. Die Kirche wolle „auf alle ihr mögliche Weise“ mit der Justiz und den Betroffenen kooperieren, so der Erzbischof. Es sei „ein schwerer Verstoß gegen die Moral“, Eltern ohne deren Zustimmung ihr Kind wegzunehmen. Er teile „Schmerz und Leid aller Betroffenen“, versicherte er. Tausende Babys sollen in Spanien besonders in Zeiten der Franco-Diktatur (1939–1975) von einer Adoptions-Mafia entführt und verkauft worden sein. Teils sei den Müttern dabei nach der Geburt erklärt worden, ihre Babys seien tot auf die Welt gekommen, teils seien Frauen in psychisch schwierigen Situationen unter Druck gesetzt worden, um ihre Kinder „freiwillig“ abzugeben. Den bisherigen Ermittlungen zufolge sollen auch zahlreiche kirchliche Spitäler, Priester und Ordensleute in die Fälle verwickelt gewesen sein.

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