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Vatikanstadt

Der Papst wurde von Konservativen kritisiert. Apa

Der Papst wurde von Konservativen kritisiert. Apa

Nach den konservativen Kritikern formieren sich auch die Befürworter von Papst Franziskus. Sie haben eine Petition zugunsten des Heiligen Vaters gestartet, die auch von mehreren prominenten österreichischen Katholiken unterzeichnet wurde, darunter der Wiener Weihbischof Helmut Krätzl, der burgenländische Altbischof Paul Iby und Alt-Vizekanzler Erhard Busek (ÖVP).

Die Kritiker hatten Franziskus im September dazu aufgerufen, sich von angeblichen Irrlehren zu distanzieren. In einem auf der Seite www.pro-pope-francis.com veröffentlichten offenen Brief weisen Anhänger des Papstes nun die Kritik zurück. Die Unterzeichner der Petition sprechen Franziskus ihr Lob aus: „Ihre pastoralen Initiativen und deren theologische Begründung werden derzeit von einer Gruppe in der Kirche scharf attackiert. Mit diesem offenen Brief bringen wir zum Ausdruck, dass wir für Ihre mutige und theologisch wohlbegründete Amtsführung dankbar sind“, heißt es auf der Internetseite. Bisher wurde die Petition von circa 200 Personen, vor allem in Deutschland, Österreich und der Tschechischen Republik unterzeichnet.

Barmherzigkeit. „Es ist Ihnen in kurzer Zeit gelungen, die ­Pastoralkultur der katholischen Kirche von ihrem jesuitischen Ursprung her zu reformieren. Die verwundeten Menschen, die verwundete Natur gehen Ihnen zu Herzen. Sie sehen die ­Kirche an den Rändern des Lebens, als Feldlazarett. Ihr Anliegen ist jeder einzelne von Gott geliebte Mensch. Das letzte Wort im Umgang mit den Menschen soll nicht ein legalistisch, sondern ein barmherzig interpretiertes Gesetz haben. Gott und seine Barmherzigkeit prägen die ­Pastoralkultur, die Sie der Kirche zumuten. Sie träumen von einer Kirche als Mutter und Hirtin. Diesen Ihren Traum teilen wir“, heißt es weiter im Schreiben.

„Wir bitten Sie, von diesem eingeschlagenen Weg nicht abzuweichen, und sichern Ihnen unsere volle Unterstützung und unser stetes Gebet zu“, fügten die Unterzeichner hinzu. Zu ihnen zählen auch einige österreichische Pastoraltheologen.

„Amoris laetitia“. Zentraler Auslöser für die Kritik aus konservativen Kreisen an den Papst war das päpstliche Schreiben „Amoris laetitia“ von 2016. Darin hatte der Papst angedeutet, dass Katholiken, die nach einer Scheidung zivil erneut geheiratet haben, zur Kommunion zugelassen werden könnten. Ebenfalls kritisiert wurden mehrere Personalentscheidungen.

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