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Leserbrief

So nicht!

Trotz Alpenkonvention und dem geforderten Respekt vor den Grenzen: Landschaftsschutz und Tourismuslobby haben wieder ein Problem.

Es geht nicht nur um die alpine Landschaft, die unter Missachtung jeglicher ökologischer oder ästhetischer Gegebenheiten verunstaltet oder zerstört wird. Es geht auch um die ungesunden und großräumigen Nebenwirkungen des Wintertourismus. Wenn Skifahrer aus dem Süddeutschen und Schweizer Raum mit ihren Autos am frühen Morgen vieltausendfach in die Alpen aufbrechen und am Abend wieder stundenlang zurück fah­ren, dann führt das nicht nur zu den belastenden Verkehrsstaus: Dieses Verhalten ist auch ein wesentlicher Beitrag direkt in die Klimakatastrophe. Projekte wie der Schwarzköpfle-Speicher dienen dazu, diesen Wahnsinn noch zeitlich auszudehnen. Investoren haben sich über diese Probleme, deren Verursacher sie letztlich sind, noch nie ernsthafte Gedanken gemacht, denn das bringt ja nichts. Diese Bescherung überlassen sie lieber der Allgemeinheit.

Für chronisch Vergessliche: Nicht verhinderte Projekte, die jeweils die letzten im Lande sein sollten: Loischkopf Bürserberg (1996), Mellau-Damüls mit Erschließung des Ragazer Blanken (2007), Skiraumverbindung Hochjoch–Silvretta Nova (2011), Schiverbindung Lech–Warth, Auenfeld (2012), Breitspitzbahn Galtür (2015), Skiverbindung Zürs–Alpe Rauz (2016). Hinzu kommen unzählige kleinere Eingriffe, wie Pistenbauten, Pistenkorrekturen und -veränderungen, Geländekorrekturen, Rodungen etc. Es reicht!

Prof. Mag. Dr. Eyjolf Aistleitner, Alpenschutzverein für
Vorarlberg, Feldkirch

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