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Leserbriefe

Derzeit läuft in Österreich das Volksbegehren für den Nichtraucherschutz.    EPA

Derzeit läuft in Österreich das Volksbegehren für den Nichtraucherschutz.    EPA

Der Wolf im
Schafspelz

Antiraucher-FPÖ-Begehren, freimütig soll das Volk begehren – uns reichen schon 200.000 Stimmen, damit das Volk endlich gehört wird. Dem steht leider ein kettenrauchender Vizekanzler Strache im Weg.

Nein, so war das nicht gemeint mit den Volkbegehren. Ihr dürft wohl eure Meinung sagen, um den Stau eurer Aggressionen loszuwerden, spricht die ganze Hintermannschaft inklusive Gesundheitsministerin, damit ist ja wohl schon das Wichtigste gelöst. Aber entscheiden werde einzig ich, der erste Vizekanzler vulgo Strache. Wir haben schon wieder zu lange in der Oppositionsrolle zuwarten müssen mit schönen Wolf-im-Schafspelz-Verstellungen. Einmal muss damit Schluss sein. Ein Wolf ist kein Schaf, liebe Österreicher und nehmt dies ohne Wenn und Aber zur Kenntnis, solange ich hier etwas zu sagen habe. Dass wir nun in Europa die letzte Raucherhölle sind, macht uns so schnell keiner mehr nach, da können sie noch so blöd über uns reden, das ist uns eigentlich egal. Wir sind wir.

Aber neuerdings spricht Strache von einem echten Volksentscheid – und allen Aufruhr dürfen wir nur ihm verdanken! Laufen in den USA Millionen-Beträge von der Waffenlobby in die Taschen von Politikern und Parteienförderungen, so wird sich bei Erfolg hoffentlich die hiesige Tabak-Lobby nicht lumpen lassen, auf Kosten von nur 13.000 Nikotinleichen und unzähligen Krankenständen.

Dr. med. Gernot Zumtobel,
Götzis

„Herdprämie“

Das Gezeter um die „Herdprämie“ aus verschiedenen Ecken politischer Parteien und Organisationen verwundert. Unbestritten war bisher von allen hier Angesprochenen, dass es besonders den Frauen, aber in der Zwischenzeit auch einigen Männern, unbenommen bleibt, ob sie sich für außerhäuslichen Erwerb oder die eigene Familienarbeit entscheiden. Diese zwei Gruppen gegeneinander auszuspielen, sollte der Vergangenheit angehören. Ich halte es für puren Zynismus, den Betroffenen zu unterstellen, sie würden sich wegen jährlich 300 Euro an den Herd binden lassen. Fakt ist vielmehr, dass durch die Eigenbetreuung der Kinder den Kommunen durch die Nichtinanspruchnahme der öffentlichen Kinderbetreuung finanzielle Aufwendungen erspart werden. So gesehen sind ja die 300 Euro ohnehin nur eine Anerkennung, also weit entfernt von einer Abgeltung des tatsächlichen Aufwandes.

Man stelle sich vor, die Kinderbetreuung sowie die Altenbetreuung und Pflege würde zur Gänze auf die öffentliche Hand abgeschoben. Es wäre nicht finanzierbar und, noch gravierender, dem sozialen Verhalten der Gesellschaft abträglich. Unsere Gesellschaft braucht beides. Liebe Herdprämienfixierte, zuerst denken, dann schreien und akzeptieren, dass die Eigenverantwortung der Menschen auch einen zu respektierenden Wert darstellt.

Willi Hagleitner,
Ehrenobmann des Vlbg.
Familienverbandes, Bregenz

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