Kontakt

Neue Zeitungs GmbH
Gutenbergstraße1
6858 Schwarzach

Phone: 0043 5572 501 500

LeserbriefE

Schultypen müssen ihren Aufgaben gerecht werden. Shutterstock

Schultypen müssen ihren Aufgaben gerecht werden. Shutterstock

Mehr Kompetenzen

Ich freue mich darüber, dass der neue Bildungsminister Heinz Faßmann nun bei den Mittelschulen die längst fälligen Reformen einleitet: Die Abkehr von der siebenteiligen Notenskala an den Neuen Mittelschulen ist eine langjährige Forderung von uns Lehrern, die zu begrüßen ist. Die ursprüngliche Idee der Vorarlberger Mittelschule, für die die Kollegien im Land sich entschieden haben, hat in Deutsch, der Fremdsprache und Mathematik jeweils zwei Leistungsniveaus vorgesehen – mit jeweils fünf Noten. So ist es erfreulich, dass im Rahmen der Schulautonomie jetzt auch wieder klassenübergreifend lerngruppenspezifische Differenzierungen möglich werden sollen, um kleinere Lerngruppen zu bilden, die auf das unterschiedliche Leistungsniveau der Schülerinnen und Schüler ausgerichtet sind.

Es müssen wieder mehr Entscheidungen am Schulstandort möglich sein. Ob sich eine Schule dazu entschließt, Teamteaching zu forcieren oder eher Fördergruppen für verschiedene Leistungsniveaus einrichtet, sollte sie selber entscheiden können. Das wissen die Lehrenden und die Schulleitungen besser als andere – außerdem gilt es, die verschiedenen Lernbedingungen in Stadt und Land zu berücksichtigen! Mehr Freiheit für die Schulen!

Eines muss aber klar sein: Die Ressourcen des Bundes für Pflichtschulen müssen generell ausgebaut werden, damit diese Schultypen ihren Aufgaben auch zukünftig gerecht werden können. Das Land Vorarlberg kann hier als Vorbild dienen.

Gott sei Dank kehrt hier ein Umdenken ein – Sachlichkeit, Leistungsorientierung und Praxisbezug sind zu spüren!

Andreas Hammerer, Egg,
Obmann des CLV Vorarlberg, info@clv-vorarlberg.at

Gestaltungsfreiheit

Mütter und Väter sollten in heutiger Zeit wirklich selbst entscheiden können, wie sie ihr privates und berufliches Leben samt Elternschaft gestalten wollen. Dazu braucht es Angebote seitens der Gemeinden für fachlich gesicherte (Klein)kindbetreuung, um die jeweils passende Lösung für die unterschiedlichen Lebenssituationen von Familien tatsächlich zu unterstützen.

Generell kann festgestellt werden, dass Gemeindeväter und -mütter, die lieber ein minimales finanzielles Zuckerl beschließen, statt in Kleinkindbetreuung zu investieren, die Kosten auf die einzelnen Mütter und Väter verlagern, selbst wenn diese Kosten erst im Alter der jeweils Betroffenen deutlich spürbar sein werden. Das völlig unzureichende Angebot zur Kinderbetreuung hat Frauen über Jahrzehnte zu Entweder-Oder-Entscheidungen gezwungen. Die Folgen sind Altersarmut von Frauen, Abwertungen anderer Lebenskonzepte als des eigenen. Leider werden derzeit auch historisch-politisch eindeutig zuordenbare „Ideen“ von Müttergeld und „Herdprämie“ wiederbelebt. Es reicht! Mütter und Väter brauchen echte Wahlmöglichkeiten! Es braucht ausreichende, leistbare Kinderbetreuungsangebote statt Meinungsmache durch Abwertung oder Aufhetzung.

Marie-Rose Rodewald-Cerha, Feldkirch

Artikel 1 von 1
Bitte melden Sie sich an, um den Artikel in voller Länge zu drucken.

Bitte geben Sie Ihren
Gutscheincode ein.

Der eingegebene Gutscheincode
ist nicht gültig.
Bitte versuchen Sie es erneut.
Entdecken Sie die NEUE in Top Qualität und
testen Sie jetzt 30 Tage kostenlos.