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Wien

Sorgen um Altersversorgung

Zisterzienser im Stift Heiligenkreuz bei der Vesper.  Reuters/Foeger

Zisterzienser im Stift Heiligenkreuz bei der Vesper.  Reuters/Foeger

Viele Ordensmitglieder ohne Pensionsanspruch. Zudem weniger Brüder und Schwestern.

Österreichs Ordensvertreter sorgen sich um die Altersversorgung ihrer ­Mitglieder. Mehr als die Hälfte der Schwestern (58 Prozent) sei über 75 Jahre alt, belegt die am Donnerstag präsentierte Statistik der Gemeinschaften. Die Präsidentin der Frauenorden, Schwester Beatrix Mayrhofer, forderte in einer ­Pressekonferenz daher einen Anspruch auf Mindestsicherung und kircheninterne ­Kapitalanlagen.

Weiterhin verzeichnen die Gemeinschaften einen Rückgang an Mitgliedern. 3353 Schwestern zählten die 106 Frauenorden im vergangenen Jahr, 1681 Brüder die 86 Männerorden. Zum Vergleich: Zehn Jahre davor waren es 4835 Schwestern und 1979 Brüder. Langfristig seien die Frauenorden schlimmer betroffen, merkte Mayrhofer an. Dies habe aber damit zu tun, dass der Großteil ihrer Mitglieder aus „Kriegskindern“ und „Trümmerfrauen“ bestehe, was auch die Altersstruktur erkläre.

Kein Einkommen. „Ich glaube, dass vielen Menschen nicht bewusst ist, dass die Ordensfrauen über Jahrzehnte ohne Einkommen gelebt haben“, erläuterte Mayrhofer das Problem, dass sich derzeit stellt. Viele Mitglieder hätten keinen Pensionsanspruch. Auch innerkirchlich sei dies ein großes Versäumnis, weswegen Kapitalanlagen notwendig wären: „Es gab spirituell durchaus die fragwürdige Fehlleitung, der liebe Gott wird schon für uns sorgen.“ Der Platz in einem Altersheim sei für viele nicht leistbar.

Nicht ganz so stark ist der Rückgang bei den Männergemeinschaften, aber auch hier sei es „oft ziemlich eng“, berichtete der Vorsitzende der Superiorenkonferenz Christian Haidinger. Bischöfe verließen sich zunehmend auf Ordensleute in der Seelsorge, weswegen die Gemeinschaften immer kleiner würden. „Ich bin nicht verängs­tigt“, betonte Haidinger dennoch. Man nähere sich schlicht einer „Normalität“ bei der Besetzung von Klöstern an.

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