Kontakt

Neue Zeitungs GmbH
Gutenbergstraße1
6858 Schwarzach

Phone: 0043 5572 501 500

LeserbriefE

Antrag „Oma-Revolte“ von Landtag abgelehnt

Am 5. Juli 2018 fand die Landtagsdebatte über den Antrag der SPÖ wegen einer Ausgleichszahlung zugunsten der vor 1955 geborenen Mütter statt. Viele dieser Frauen haben ihre besten Jahre der Familie und damit natürlich dem Wohl des Landes geopfert, und haben heute teils eine winzige, teils überhaupt keine Pension.

Wie erwartet, wurde dieser Antrag von der Mehrheit (ÖVP, Grüne, Neos) abgelehnt, obwohl natürlich „vollstes Verständnis für unsere Forderung“ signalisiert wurde. Was mich aber besonders gestört hat, war, dass die Herren Wallner und Rüdisser, aber auch welche von anderen Fraktionen, während der ganzen Debatte absolut uninteressiert erschienen. Erst als Landeshauptmann Wallner von einer freiheitlichen Abgeordneten dazu aufgefordert worden war, auch etwas dazu zu sagen, bequemte er sich zu einer kurzen (unvorbereiteten) Rede. Diese lief darauf hinaus, dass die Erfüllung unserer Forderung die Folge hätte, dass das Land dann alle vom Bund nicht erfüllten Forderungen ersatzweise erfüllen müsste. Klingt besonders lustig, wenn man bedenkt, dass seine Partei seit vielen Jahrzehnten in der Bundesregierung ist.

Auch wurde immer wieder von „Pension“ gesprochen, obwohl von unserer Seite immer nur von einem „Anerkennungsbeitrag für Erziehungsarbeit“ gesprochen wird. Ein Zeichen, dass man sich vonseiten der Vorarlberger ÖVP mit dem Problem der alten Müttergeneration bisher überhaupt nicht befasst hat. Außerdem wird er nur für Mütter, die vor 1955 geboren sind, gefordert. Diese Zuwendung hätte also ein Ablaufdatum.

Barbara Bayer, Bregenz

Gedanken zu Arbeit und Sozialstaat

Ich habe seit mehr als 20 Jahren eine Handelsagentur, vertrete verschiedene Firmen aus der Heimtex-Branche in Österreich und Südtirol – und liebe meinen Beruf. Ich bin EPU („Eigentlich Pausenlos Unterwegs“), habe keine Gewerkschaft, die für mich bei den von mir vertretenen Firmen („jährliche“) Provisionserhöhungen oder andere Konditionen ausverhandelt – und lebe in einem Land, das mir vorschreibt, ein „vom Staat anerkanntes Sieben-Plätze-Auto“ fahren zu müssen, um Vorsteuerabzugsberechtigt zu sein. Ich habe als selbstständiger Handelsvertreter keine Lobby in der Regierung oder in Wirtschaftsgremien, die mir hilft, Gerechtigkeit bei den steuerlichen Belastungen zu erreichen. Ich habe mehr als 40 Jahre lang neben Familie und Job absolut ehrenamtliche (ohne finanzielle Abgeltungen) Funktionärstätigkeit in Sachen Handball gemacht. Zwölf Stunden und mehr zu arbeiten, ist und war mir kein Greuel, auch Arbeiten am Wochenende ist mitunter notwendig, aber kein Thema für mich – weil ich Spaß an meiner Arbeit habe!

Ich habe so viel Spaß an meiner Arbeit, dass ich auch nach Erreichen des 65. Lebensjahres und dem Einstieg in die Pension Ende September des vergangenen Jahres weiter arbeite – und auch hier, was die Steuern betrifft, „anständig zur Kasse gebeten werde“, also auch in der Pension meinen Beitrag an den Staat leiste! Ich will hier gar nicht näher darauf eingehen, was ich (teilweise) von unserem Sozialstaat halte, wenn es darum geht die „arbeitende steuerzahlende Bevölkerung“ mit jener zu vergleichen, die „sich so durchschlängelt“ und sich das Leben vom Staat bezahlen lässt“ (Kindergeld für nicht in Österreich lebende Kinder usw.)!

Alexander C. W. Knauth, Hard

Bitte melden Sie sich an, um den Artikel in voller Länge zu drucken.

Bitte geben Sie Ihren
Gutscheincode ein.

Der eingegebene Gutscheincode
ist nicht gültig.
Bitte versuchen Sie es erneut.
Entdecken Sie die NEUE in Top Qualität und
testen Sie jetzt 30 Tage kostenlos.