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Heute vor 40 Jahren in ­Vorarlberg

Heizferien

Zu Beginn des Jahres 1974 hatten sich die Beschäftigtenstände über die saisonale Veränderung hinaus nur geringfügig vermindert. Unter anderem wurden rund 500 Mitarbeiter in der Textil- und Bekleidungsindustrie und 240 Mitarbeiter in der Metallverarbeitung entlassen. Dennoch lag die Zahl der als unselbstständig erwerbstätig gemeldeten mit 108.000 Personen um 4,3 Prozent höher als im Vorjahr. Die im Fremdenverkehr befürchteten größeren Einbußen blieben aus.

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Zu den erwerbstätigen Personen zählte seit Anfang Jänner auch der seit Jahrzehnten erste Zinngießerlehrling Vorarlbergs. Alois Rinderer legte nach einer dreijährigen Ausbildungszeit seine Lehrabschlussprüfung im Großen Walsertal ab. Das Besondere an der Prüfung war aber nicht der selten gewählte Lehrberuf, sondern die Tatsache, dass die Prüfungskommission extra aus Wien anreisen musste. In Vorarlberg konnten keine geeigneten Prüfer in der hierfür benötigten Anzahl aufgetrieben werden. Die Reise aus der Bundeshauptstadt hatte sich jedenfalls gelohnt, denn Rinderers Gesellenstück – eine Walserkanne – konnte vor den kritischen Augen der Kommission bestehen.

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Auch die städtische Sicherheitswache Dornbirn war im Jahr 1973 nicht untätig. Aus dem Jahresbericht des Kommandanten Andreas Winsauer ging hervor, dass der Wache 22 uniformierte Beamte und Zivilangestellte zur Verfügung standen. Eine Hauptaufgabe der Stadtpolizei sei laut Winsauer die Verkehrsregelung am Marktplatz. Wegen Übertretungen von Verkehrsvorschriften wurden 1644 Organstrafverfügungen verhängt, die die „Sünder“ insgesamt 76.720 Schilling kosteten.

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Die Schüler der Pflichtschulen in Vorarlberg durften sich auf eine Woche Heizferien im Februar freuen. Die Landesregierung beschloss diesen Schritt als Energiesparmaßnahme. Allerdings traf die Regelung nicht überall auf Zustimmung. Landesrat Hans Sperger kritisierte, die schulfreie Woche sei keine wirkliche Sparmaßnahme, es fehle an Aufklärung in der Bevölkerung.

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