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Kampf gegen ein Tabu

Chester Benningtons Witwe startete via Twitter eine Anti-Depressions-Kampagne.

Chester Bennington, Leadsänger der US-Rockband Linkin Park, der sich 2017 wegen Depressionen das Leben nahm, hätte am Dienstag seinen 42. Geburtstag gefeiert. Zu diesem Anlass hielt seine Witwe Talinda (41) auf Twitter ihre beschriftete Handfläche wie ein Stopp-Signal in die Kamera. „Ich bin der Wandel“ war darauf zu lesen. Ein Link führt zur Internetseite der Kampagne „320“, mit der Talinda die Gesellschaft für Depressionen sensibilisieren will. „Die Idee dazu entstand aus meiner persönlichen Erfahrung und der Erkenntnis, dass wir besser auf die Bedürfnisse von Menschen mit psychischen Problemen reagieren müssen“, schrieb sie. 13 Jahre habe sie ihrem Mann zur Seite gestanden. „Ich fühlte mich oft nicht ausreichend über sein Leiden informiert.“ Nachdem ihr Mann den Kampf verloren hatte, wollte sie im Bereich der psychischen Gesundheit etwas verändern: „Der Zugang zu Hilfsangeboten muss erleichtert werden.“ Zudem müssten psychische Erkrankungen enttabuisiert werden, damit Betroffene darüber sprechen und rechtzeitig Hilfe erhalten können. Die Liste an Prominenten, die sich zu der Erkrankung bekannten, ist lange: Angelina Jolie (42), Demi Moore (55), Jim Carrey (56), Gwyneth Paltrow (45) und Robbie Williams (44).

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