Kontakt

Neue Zeitungs GmbH
Gutenbergstraße1
6858 Schwarzach

Phone: 0043 5572 501 500

aus dem Gerichtssaal

Pensionist (60) nach Todesdrohungen verurteilt

Geldstrafe für aggressiven Querulanten, der auch Versicherungsdirektor bedroht hatte.

Seff Dünser

Das Hausverbot am Landesgericht Feldkirch gegen den aggressiven Querulanten musste gestern vorübergehend aufgehoben werden. Denn der Angeklagte wurde dort gestern in einem Strafprozess wegen gefährlicher Drohung und beharrlicher Verfolgung schuldig gesprochen. Der unbescholtene Pensionist wurde zu einer teilbedingten Geldstrafe von 3300 Euro verurteilt – 220 Tagessätze zu je 15 Euro. Davon soll der 60-Jährige 1650 Euro bezahlen, also die Hälfte. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.

Nach Ansicht von Richterin Melanie Kuen hatte der verheiratete Mann aus dem Rheintal telefonisch einen Landesdirektor einer Versicherung, einen Finanzberater und eine Bankangestellte bedroht. Das Gericht nahm zumeist Todesdrohungen an. So habe er dem Finanzberater gesagt, er werde ihn mit der Aktentasche erschlagen. Die eigene Schwägerin hat er laut Urteil mit SMS und Briefen gestalkt. Vom Stalking-Vorwurf gegen den Versicherungsdirektor wurde er freigesprochen.

Gerichtspsychiater Reinhard Haller beschrieb den Angeklagten als verbal aggressiven, paranoiden Querulanten. Der 60-Jährige leide unter einer Persönlichkeitsstörung, aber unter keiner Krankheit. Zu den Tatzeiten sei er vermindert zurechnungsfähig gewesen. Eine Einweisung in eine Anstalt für geistig abnorme Rechtsbrecher sei gesetzlich nicht möglich, weil eine schwere Straftat durch den Angeklagten nicht zu befürchten sei.

Richterin beschimpft

Während Hallers Ausführungen war der Angeklagte für eine Viertelstunde des Saales verwiesen worden, weil er wiederholt dazwischengeredet hatte. Er hatte sich vor der Hauptverhandlung geweigert, sich von Haller gründlich untersuchen zu lassen. Vier Polizisten führten den Angeklagten zum Prozess vor. Er beschimpfte und beleidigte alle Prozessbeteiligten, darunter den Gerichtspsychiater, Staatsanwalt Karl Wild, Verteidiger Simon Mathis und sogar die Richterin.

Bitte melden Sie sich an, um den Artikel in voller Länge zu drucken.

Bitte geben Sie Ihren
Gutscheincode ein.

Der eingegebene Gutscheincode
ist nicht gültig.
Bitte versuchen Sie es erneut.
Entdecken Sie die NEUE in Top Qualität und
testen Sie jetzt 30 Tage kostenlos.