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Neuer Planungsleitfaden für Landesgebäude

Generalsanierung der Landesberufsschule Feldkirch war Pilotprojekt für neue Richtlinien.

Die Hochbauabteilung des Landes hat einen „Planungsleitfaden für nachhaltige Landesgebäude“ entwickelt, der künftig bei allen Neubauten beziehungsweise Sanierungen von Landesgebäuden angewendet wird. Es ist ein weiterer Schritt, den das Land auf dem Weg in Richtung Energieautonomie vorangeht, sagten Landesstatthalter Karlheinz Rüdisser und Landesrätin Andrea Kaufmann im Pressefoyer am Dienstag.

Schon im Jahr 2003 wurden mit dem Pflichtenheft „Energetische Kriterien für Landesgebäude“ die Weichen auf ökologisches, ressourcenschonendes und energieeffizientes Bauen gestellt. „Der Landeshochbau hat eine Vorbildwirkung und bekennt sich dazu“, sagte Landesstatthalter Rüdisser. Energieeffizienz und der Einsatz erneuerbarer Energieträger in Landesgebäuden seien ein entscheidender Impuls für alle anderen.

Prinzip Nachhaltigkeit

Ein Strategieschwerpunkt ist das Prinzip Nachhaltigkeit, das heißt im Vordergrund aller Betrachtungen steht der gesamte Lebenszyklus von Gebäuden, erläuterte Landesrätin Kaufmann. „Bei allen Überlegungen über Qualitätsstandards und Kosten wird nicht nur die Bauphase, sondern von Anfang an die gesamte Nutzungsdauer eines Gebäudes einbezogen.“ Das Ziel sei ein qualitativ hochwertiger Bau und zugleich ein über viele Jahre kostenoptimierter Betrieb. Die Betriebs- und Erhaltungskosten sollen so gering wie möglich bleiben.

Die Generalsanierung der Landesberufsschule Feldkirch ist quasi das Pilotprojekt zur praktischen Umsetzung des neuen Leitfadens. Hier wird erstmals der vom Land entwickelte Kommunalgebäudeausweis (KGA) bei einem eigenen Bauvorhaben als Ins­trument zur Sicherung von nachhaltigen Qualitätszielen angewandt. So wurden bereits in der Ausschreibung des Architektenauswahlverfahrens Vorgaben für den zu erzielenden Energiebedarf und die zukünftigen Betriebskosten gemacht.

Gute „Umweltbilanz“

Auch die Erneuerung der Heizungszentralen im Landes­konservatorium in Feldkirch und in der Landesbibliothek in Bregenz folgt den Vorgaben des neuen Leitfadens für nachhaltige Landesgebäude. Dank der Umstellung auf neue Pelletsheizungen mit Pufferspeichern kann der jährliche Kohlendioxid-Ausstoß von 282.000 auf rund 37.000 Kilogramm reduziert werden.

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