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Würmle Secondhand & Neuwaren für Babies & Kids

Vom Lastkraftwagen zum Babystrampler

Wer nicht wagt, der nicht gewinnt. Das wird sich sicher auch Günter Schager gedacht haben, als er mit 51 Jahren den Schritt in die Selbstständigkeit wagte.

Dunja Gachowetz

Mit 51 Jahren denken wahrscheinlich viele Berufstätige schon sehnsüchtig an die Pension. Sind froh, dass sie dem Arbeitsalltag bald den Rücken kehren können. Aber nicht so der Dornbirner Günter Schager (56). Er beschloss vor fünfeinhalb Jahren, einen kompletten Neuanfang zu wagen.

„Viele Jahre war ich in der Transportbranche tätig, das war eine sehr stressige Zeit“, erzählt Schager. Damals konnte er sich noch nicht vorstellen, dass er eines Tages Babystrampler und Umstandsmode verkaufen wird. Erst seine Tochter Ramona brachte ihn auf die Idee, ein Secondhand-Geschäft für Baby- und Kinderbedarf zu eröffnen.

Von diesem Vorschlag war Schager angetan und schaute sich sogleich auf dem Markt nach einem passenden Standort für sein Geschäft namens „Würmle“ um. Fündig wurde der Unterländer schließlich in einem Hohenemser Gewerbepark. Was dann noch fehlte, waren die Ladeneinrichtung sowie die Ware. „Ich habe eine Rundreise durch Deutschland gemacht. Die Ladeneinrichtung habe ich dann schließlich in Köln gefunden“, erzählt Schager.

Tadelloser Zustand

Und die Ware? „Mittels Inseraten haben wir nach den Kleidern, Spielsachen, Kinderwagen oder Stubenwagen gesucht. Bald fanden sich Eltern, die uns Kleidung brachten, aus denen deren Nachwuchs herausgewachsen war. Diese nehmen wir in Kommission und verkaufen diese quasi im Namen der Eltern“, erklärt der Dornbirner. Drei Monate werden die Sachen im Geschäft zum Verkauf angeboten. „Natürlich sollte die Ware in einem tadellosen Zustand sein. Schmutziges oder gar Beschädigtes nehmen wir nicht an“, erklärt der Unternehmer. Die Ware, die nach diesen drei Monaten keinen neuen Besitzer gefunden hat, spendet Schager der Hilfsaktion „Tischlein deck dich“.

Aus Erfahrung weiß er, wie schwer es manchen Eltern fällt, sich von den niedlichen Kleidchen, Höschen oder Häubchen ihres Nachwuchses zu trennen. „Besonders schwer ist es immer beim ersten Kind. Beim zweiten oder dritten fällt es vielen Eltern schon leichter“, sagt der Unternehmer und lacht. Auch würden die Mütter oftmals ohne ihren Nachwuchs die mit Kleidern oder Spielsachen gefüllten Kartons bei ihm im Geschäft abgegeben. Vielleicht deswegen, damit die Mädchen und Buben nicht den Aufstand proben, wenn ihre liebgewonnenen Stücke weggegeben werden. Produktbereiche, die nicht über das Secondhand-Angebot abgedeckt werden können, werden durch das Sortiment in einer kleinen Neuwarenabteilung ergänzt.

Mit der Zeit merkte der Inhaber, dass der Standort in Hohenems nicht ideal ist. „Wir waren in der zweiten Etage und nur über einen Lift erreichbar. Für Mütter mit Kinderwagen war es also nicht einfach, zu uns zu kommen“, erinnert sich der Dornbirner. Für ihn war klar: Sobald ein passender Verkaufsraum mit ebenerdigem Zugang sowie geeigneten Parkmöglichkeiten gefunden ist, wird mit dem gesamten Inventar umgesiedelt. Fündig wurde der 56-Jährige schließlich in Hard an der Hofsteigstraße, genau an der Grenze zu Lauterach. „Innerhalb von nur 14 Tagen sind wir von Hohenems nach Hard gezogen.“

Ein Leben lang

Während die Eltern in dem umfangreichen Sortiment nach dem passenden Kleidungsstück, Spielzeug oder Kinderwagen suchen, kann der Nachwuchs sich in einer Spielecke austoben. „Sonst wird den Kleinen ja nur langweilig“, sagt Schager. Manche seiner kleinen Kunden kennt er bereits ihr ganzes Leben. „An den Kindern merkst du, wie du selber älter wirst und wie rasant die Zeit vergeht. Beim ersten Einkauf ist die Frau schwanger, beim nächsten hat sie bereits ihr Baby mit und beim nächsten läuft das Kind schon hinter ihr her“, sagt Schager.

Blickt er heute auf die Anfangszeiten zurück, dann zieht Günter Schager eine positive Bilanz. „Sicher, jeder Start braucht seine Zeit und ist intensiv. Aber zurück in meinen alten Job, das möchte ich nicht mehr“, sagt der Dornbirner und blickt sich zufrieden in seinem Geschäft um. Heute gibt er auch zu, vor der Eröffnung schon nervös gewesen zu sein. Schließlich wagte er sich in ein ganz neues Arbeitsfeld. So mancher Bekannter sei auch verwundert gewesen, dass Günter Schager zukünftig Strampler verkaufen wollte. „Doch das hat sich schnell wieder gelegt“, sagt er und lacht.

Kontakt

Würmle Secondhand & Neuwaren für Babies & Kids

Gegründet: 2007

Inhaber: Günter Schager

Zwei Mitarbeiter sowie zwei Aushilfen

Adresse: Hofsteigstraße 186, 6971 Hard

Telefon: 05574/22208

E-Mail: office@wuermle.at

Website: www.wuermle.at

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