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WKV: Vier Millionen Euro für Umbau und Sanierung

Drei Einzelprojekte mit unterschiedlichen Bauetappen. Beschränkter Architektur-Wettbewerb.

V or rund drei Wochen war das Umbau- und Sanierungsvorhaben der Wirtschaftskammer Vorarlberg (WKV) an ihrem Stammsitz in Feldkirch öffentlich bekannt geworden. Jetzt liegen Zahlen zum voraussichtlichen Inves­titionsvolumen vor. WKV-Vizepräsident Hermann Metzler bestätigte die im Kammer-Umfeld kolportierten Zahlen: Das zu erwartende Investitionsvolumen für nun insgesamt drei Umbau- und Sanierungsvorhaben belaufe sich in etwa auf vier Millionen Euro netto ohne Umsatzsteuer.

„Unabhängige Projekte“

Wie Metzler weiter ausführte, gibt es „drei voneinander unabhängige Projekte“: Erstens solle das dem WKV-Hauptgebäude gegenüberliegende Pförtnerhaus umgebaut werden, um neue Büroflächen zu schaffen. Das für dieses Vorhaben budgetierte Inves­titionsvolumen belaufe sich auf etwa zwei Millionen Euro. Hierbei gelte es jedoch noch einige Fragen mit den Anrainern zu klären. Je nach Ausgang der Gespräche könnte es auch sein, dass das Gebäude nicht grundlegend um-, sondern völlig neu gebaut werde. Dadurch könnte sich auch das Investitionsvolumen etwas erhöhen. Eine diesbezügliche Entscheidung erwartet Metzler in den kommenden Monaten. Wann hier schlussendlich mit den Bauarbeiten begonnen werde, könne derzeit nicht genau gesagt werden.

Zweitens würden sämtliche öffentlichen Räume wie Stiegenhäuser und Gänge in dem etwa 60 Jahre alten WKV-Hauptgebäude saniert und modernisiert. Dabei gehe es auch um die Sanierung von Elektroinstallationen und Brandschutzeinrichtungen. Mit diesem Vorhaben werde im Jahr 2013 in Etappen begonnen. Investiert werden sollen dafür in etwa 1,3 Millionen Euro.

Sozialräume neugestalten

Neu dazugekommen sei im Rahmen der Umbau- und Sanierungsgespräche eine grundlegende Neugestaltung der Sozialräume für Mitarbeiter im Untergeschoss. Auch dieses Vorhaben solle ab 2013 in Angriff genommen werden. Investiert werden dafür in etwa 700.000 Euro. Dieses Projekt sei ein „unbedingtes Erfordernis“ im Sinne der WKV-Mitarbeiter, meinte Metzler.

Schon beim ersten Bekanntwerden dieser Investitionsprojekte regte sich vonseiten der Architektenkammer Kritik an der Vergabe der Planungsarbeiten an das Dornbirner Architekturbüro Nägele Waibel. Dabei ging es nicht um die Qualifikation der Architekten, sondern um den Umstand, dass zumindest zwei der drei Planungsaufträge ohne entsprechenden und öffentlich ausgeschriebenen Wettbewerb an Nägele Waibel vergeben wurden. Dass bisher das Inves­titionsvolumen nicht bekannt gegeben wurde, sehen Kritiker als Hinweis darauf, dass das Gesamtvolumen des Umbau- und Sanierungsvorhabens in der WKV sehr wohl eine Ausschreibung erfordert hätte. Ausnahme: Man unterteilt das Investitionsvorhaben in mehrere Etappen und Projekte, um so unter den Ausschreibekriterien und -grenzen zu bleiben. Denn bei vier Millionen Euro Netto-Bausumme würde sich das Architektenhonorar bei über 250.000 Euro bewegen, ein Volumen, bei dem in der Regel breiter ausgeschrieben wird. Die WKV müsse eine gewisse Vorbildfunktion in Sachen Wettbewerb einnehmen, monierte damals der Bregenzer Architekt Josef Fink, Vorsitzender des Vorarlberger Wettbewerbsausschusses in der Architektenkammer.

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