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Damit Mücken nicht plötzlich zu Elefanten werden

Sicherer Transport von Menschen und Material: Aktionen im Rahmen der Verkehrssicherheitswoche 2012 – erst gurten, dann spurten.

Matthias Rauch

Die Vorarlberger Verkehrssicherheitswoche 2012, veranstaltet vom KFV (Kuratorium für Verkehrssicherheit) und dem Landesschulrat, wurde am Montag im Driving Camp Röthis eröffnet. 42 Aktionen an Schulen und in der Öffentlichkeit sollen in den nächsten Tagen vor allem Jugendlichen und Kindern das richtige Verhalten im Verkehr näherbringen. Das diesjährige Motto der Aktionsreihe ist die „Sichere Beförderung von Menschen und Gütern“. Mit Aufprallsimulator und Gurteschlitten, informativen Aktionen, Gameshows und Risiko-Workshops wird bis zum 12. Oktober ein umfangreiches Programm geboten. Für Schulen und Kindergärten stehen über 40 Aktionen zur Verfügung, die von den Verkehrserziehungspartnern des Landes angeboten werden.

Vor allem bei Kurzstrecken werde oft auf die korrekte Sicherung verzichtet. Die Anschnallmoral bei Fahrern und Beifahrern sei zwar relativ hoch, doch auf der Rückbank werde oft auf den Gurt verzichtet, sagte Oberst Rudolf Salzgeber, der Leiter der Verkehrsabteilung des Landespolizeikommandos (LPK), gestern in Röthis. Besonders auf Kurzstrecken sei jedes zweite Kind unzureichend oder gar nicht gesichert unterwegs – in mangelhaft montierten, falsch verwendeten oder veralteten Kindersitzen oder ganz ohne Kindersitz, nur mit dem Erwachsenengurt auf Halshöhe angeschnallt. Trotz der seit 35 Jahren bestehenden Anschnallpflicht habe es dieses Jahr bereits über
6500 Beanstandungen gegeben. Das entspreche einem Plus von zwölf Prozent. Der Leiter der LPK-Verkehrsabteilung führt die hohe Zahl an Beanstandungen aber auch auf die hohe Kontrolldichte im Ländle zurück.

Peter Steurer, Verkehrsreferent des Landesschulrates und Präsident des ARBÖ Vorarl­berg, ist von den Aktionen zum Thema Verkehrssicherheit angetan. Bewusstseinsbildung bei Jugendlichen sei wichtig, etwa mit Blick auf diesen Fakt: 16-Jährige könnten ab Jänner den Führerschein für Motorräder mit bis zu 125 Kubikzentimeter machen. Diese seien mit bis zu 160 Kilometer pro Stunde unterwegs.

Auch der Transport von Material in Pkw und Kleinlastwägen wird diese Woche thematisiert. Passend dazu führten die Profis des Fahrsicherheitscenters den Anwesenden vor, wie sich ungesicherte Fracht bei einer Vollbremsung bei 40 bis 50 km/h verselbstständigt. Im Falle eines Unfalls werden da aus Mücken Elefanten. Bereits bei einem Frontalaufprall mit 50 km/h entwickelt sich ein 80 Kilogramm schwerer Mensch innerhalb einer Zehntelsekunde zu einem 2,5 Tonnen‐Kraftball. Übrigens: Frei fliegende „Elefanten“ von der Rücksitzbank prallen bei einer Kollision auf den davor sitzenden Fahrer oder Beifahrer auf und bringen diese, auch wenn sie angeschnallt sind, in Lebensgefahr (mehr Informationen unter www.kfv.at).

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