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Protest gegen Abschiebung eines Tschetschenen

Feldkirch. 20 Flüchtlinge aus Tschetschenien haben am Dienstag in Feldkirch gegen die geplante Abschiebung eines Tschetschenen demonstriert. Der Mann, der eine schwangere Frau sowie einen zehn Monate alten Sohn in Vorarlberg zurücklassen würde, soll nach Russland abgeschoben werden. Laut Martin Fellacher, Fachbereichsleiter der Caritas Flüchtlingshilfe, befand sich der Mann am Dienstagabend bereits auf dem Weg nach Wien. In weiterer Folge soll er nach Russland reisen. Sein Asylantrag wurde drei Mal abgelehnt.

Der Mann ist nach Angaben von Fellacher bereits früher straffällig geworden. Somit besteht für ihn keine Möglichkeit, ein humanitäres Bleiberecht zu erhalten. „Nach den Buchstaben des Gesetzes haben die Behörden auf Basis unseres Kenntnisstandes korrekt gehandelt, aus menschlicher Sicht ist diese Maßnahme aufgrund der massiven Auswirkungen für die gesamte Familie zu hinterfragen“, sagte Fellacher. „Klar gelten Regeln für alle, aber eine Familie auf Dauer auseinanderzureißen, erscheint angesichts der bedingt ausgesprochen Strafen ein viel zu hoher Preis.“ Nach Ansicht Fellachers sollte das Recht auf ein Leben mit seiner Frau und Kindern höher bewertet werden. Er appellierte deshalb an die Verantwortlichen, die Abschiebung auszusetzen. Zudem habe der Tschetsche gerade einen Suizidversuch hinter sich.

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