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Haberkorn ortet Unsicherheit am Markt

Die in Wolfurt ansässige Haberkorn Holding AG rechnet nach Wachstumssprüngen für 2012 mit einstelligem Plus.

Zu den Kunden der Haberkorn Holding AG gehören die Industrie- gleich wie die Bau- und Handwerksunternehmen. Dementsprechend verfügt das Unternehmen über einen Überblick, wie sich die Geschäfte in unterschiedlichen Branchen gegenwärtig entwickeln. Vorstandsvorsitzender Wolfgang Blum erklärte, dass derzeit die „ständige Unsicherheit das größte und bestimmende Thema“ sei: „Diese Unsicherheit wird nicht zuletzt auch dadurch hervorgerufen, dass in fast allen Branchen die Kurzfris­tigkeit der Auftragseingänge immer mehr zunimmt. Selbst Branchenriesen können nicht mehr viel länger als drei Monate voraus planen.“ Diese Entwicklung und die Unsicherheit hätten sich insbesondere seit Mai 2012 weiter verschärft. Erkennbar sei dies auch daran, dass die Firmen bei Personal­entscheidungen immer vorsichtiger würden und die Arbeitslosigkeit im Ländle wieder zunehme.

Für die Haberkorn-Gruppe habe diese Entwicklung zur Folge, dass nach Jahren mit Umsatzsprüngen von bis zu 15 Prozent (2010 auf 2011) das Unternehmen heuer „sehr zufrieden“ sei, wenn das bisherige tief einstellige Umsatzplus gehalten werde. „Weil wir 2011 ein Rekordergebnis erzielt haben, sind wir dennoch sehr zufrieden mit den zu erwartenden Zahlen bei Umsatz und Ertrag“, meinte Blum.

Osteuropa legte zu

In den ersten drei Quartalen 2012 sei das Unternehmen organisch um ein Prozent gewachsen, wobei Österreich konstant auf Vorjahresniveau liege. Mit sechs Prozent am stärksten zugelegt hätten die Märkte in Osteuropa. In der Schweiz hingegen sei es zu einem Umsatzrückgang von zehn Prozent gekommen. Die dortigen Kunden hätten aufgrund der Währungsproblematik weniger geordert.

Gesundes Wirtschaftsjahr

Werde bei der Umsatzentwicklung der Zukauf der Fairtool Ltd. in Ungarn per 1. Jänner 2012 berücksichtigt, so belaufe sich das Wachstum auf fünf Prozent. Sehe man das organische Wachstum von einem Prozent jedoch vor dem Hintergrund der Inflation von bisher 2,3 Prozent in Österreich, so relativierten sich die Kennzahlen wieder. Nach drei Quartalen liegt die Haberkorn-Gruppe bei einem konsolidierten Umsatz von 210 Millionen Euro. „Trotz allem wird 2012 für uns ein gesundes Wirtschaftsjahr mit klar schwarzen Zahlen“, sagte Blum. Das Unternehmen beschäftigt 1080 Mitarbeiter und kommt auf eine Eigenkapitalquote von über 60 Prozent. Im Vorjahr belief sich der Gruppenumsatz auf 262 Millionen Euro.

Für 2013 ortet Blum ein „anhaltend schwaches“ Wachstum. Das würden Gespräche mit Kunden und auch diverse Einkaufsmanager-Indizes klar signalisieren. „Wir rechnen jedenfalls mit keinem größeren Wachstum.“

Die Sparprogramme in den öffentlichen Haushalten seien nun einmal „dringend notwendig“. „Daran führt kein Weg vorbei. Aber danach wird es wieder aufwärts gehen. Ich sehe keine besorgniserregende Entwicklung.

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