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Vorarlberger sparen am meisten in Österreich

Die Vorarlberger sind nach wie vor die ­fleißigsten Sparer in Österreich. Pro Monat werden etwa 194 Euro auf die hohe Kante gelegt.

Das Sparbuch und die Sparkarte sind im Ländle immer noch die beliebtesten Sparformen (87 Prozent) und haben so im Vergleich mit dem Vorjahr sogar noch zugelegt. Der nominale Sparbetrag ist in den vergangenen Jahren kontinuierlich gestiegen. Während im Jahr 2006 die Vorarl­berger noch 133 Euro „zur Seite“ legten, so sind es heuer bereits 194 Euro. In sieben Jahren bedeutet dies einen Zuwachs von rund 45 Prozent. Im Vergleich dazu werden in Österreich im Schnitt nur 170 Euro gespart.

Sieben von zehn Vorarlbergern halten Sparen für wichtig. Werner Böhler, Sprecher der Vorarlberger Sparkassen, bestätigte diesen Trend hin zu sicheren Veranlagungen am Donnerstag bei der Präsenta­tion der aktuellen Umfrage zum Thema Sparverhalten. Die Menschen seien seit 2008 sehr stark auf Sicherheit bedacht.

Rundungssparen

Gestiegen ist auch das Interesse an der staatlichen Pensionsvorsorge. Trotzdem muss aus Sicht der Banken das Sparen angekurbelt werden, damit das Einlagegeld erhöht werden kann. Erreicht werden solle das etwa mit neuartigen Smartphone-Apps wie dem Rundungssparen. Dessen Nutzer erreichten ihr Sparziel, wenn sie bei Bankomatzahlungen die Differenz bis zu maximal 15 Euro automatisch auf ihr Sparkonto überweisen ließen.

Verstärkt hat sich in Vorarlberg die Angst vor der Inflation. Drei Viertel der Befragten befürchteten, dass ihr Geld in Zukunft weniger wert sein könnte. 2006 bewegte dieses Thema nur ein Viertel der Befragten.

Nur 38 Prozent der Vorarlberger geben an, auf die Anregungen ihrer Bankberater zu hören. 2011 waren es 49 Prozent. Gleichzeitig meint mehr als die Hälfte der Befragten, dass sie über nicht allzu viel Finanzwissen verfügen.

Eine Ursache für dieses Defizit könne sein, dass Geld-Erziehung zu wenig in den Lehrplänen von Österreichs Schulen verankert sei: 15 Prozent der Befragten vertreten die Meinung, dass der an den Schulen vermittelte Lehrstoff zu Wirtschaftsthemen nicht ausreicht. „In den Handelsakademien fühlen sich naturgemäß 80 Prozent der Schulabgänger sehr gut oder gut über Wirtschaft informiert. Das ist eine Quote, die andere Schulformen leider nicht erreichen“, kommentierte Manfred Hämmerle, Direktor der HAK Bregenz.

Siehe auch Seite 33

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