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Umfrage: ÖVP steht in Bregenz in der Kritik

Sozialdemokraten ließen anlässlich der Halbzeit in der Legislaturperiode eine Umfrage erstellen. Michael Ritsch fühlt sich in seiner Linie bestätigt.

Die Bregenzer ÖVP hat schlechte Karten, das Ergebnis der Gemeinderatswahlen 2010 (48,8 Prozent) erneut zu erreichen. Das geht zumindest aus einer von der SPÖ Bregenz in Auftrag gegebenen Umfrage hervor. Im Zeitraum vom 25. Juni bis 20. Juli haben Mitarbeiter der Agentur Brainpool Zorn & Schwag OG 400 Bürger der Stadt befragt. Zu diesem Zeitpunkt hätten 42,3 Prozent der Wahlberechtigten der Volkspartei ihre Stimme gegeben. Die Sozialdemokraten hätten der Umfrage zufolge 31,5 Prozent der Bregenzer gewählt. Um 5,2 Prozent mehr als noch im Jahr 2010.

„Nach der Hälfte der Legislaturperiode war es an der Zeit, eine Zwischenbilanz zu ziehen“, erläuterte Michael Ritsch, Stadtrat und Bregenzer SPÖ-Vorsitzender, die Gründe für die Befragung. Er sieht in den Ergebnissen auch eine Bestätigung seiner Politik. „Wir haben versucht, mit Inhalten zu punkten. Jetzt geht es darum, mehr Menschen für unsere Sache zu begeistern und zur Mitarbeit zu motivieren.“ Auch für den Politiker Ritsch ist die Umfrage positiv ausgefallen. So hat der Parteivorsitzende bessere Sympathiewerte als Bürgermeister Markus Linhart (ÖVP) und dessen Vize Gernot Kiermayr (Grüne).

Eislaufplatz

Ein weiterer Fragenkomplex war der politischen Situation in der Landeshauptstadt gewidmet. Nach Angaben des SPÖ-Chefs hält nur knapp ein Drittel der Befragten die Mehrheit der ÖVP für eine gute Sache. Die Kritik der Sozialdemokraten an der Volkspartei ist für etwa zwei Drittel der Befragten berechtigt. Ein Großteil (72 Prozent) teilt zudem die Ritsch-Meinung bei einem seiner Lieblingsthemen: der Auflassung des Eislaufplatzes. „Ich halte es nach wie vor für unmöglich, dass Bregenz die einzige Landeshauptstadt in Österreich und die einzige Stadt in Vorarl­berg ist, in der es keine Möglichkeit gibt, eiszulaufen“, sagte er.

Positiv seien die Bewohner der Festspielstadt dagegen gegenüber der Bebauung von Seestadt und Seequartier eingestellt. Etwa 80 Prozent sind mit den Plänen für das Seestadtareal mittel bis sehr zufrieden. Mehr als die Hälfte erhofft sich durch die geplante Schaffung von etwa 1000 Tiefgaragen-Parkplätzen eine Verbesserung der allgemeinen Stellplatz-Situation in der Stadt. „Es wird jedoch abzuwarten sein, wieviele dieser Plätze auch für die Öffentlichkeit bestimmt sind“, meinte Ritsch. Überhaupt sei für einen großen Teil der Befragten die Verkehrssituation in der Stadt ein Anlass zur Sorge. 95 Prozent sind der Meinung, dass „das Problem immer schlimmer“ werde. „Der Sozialdemokrat Fritz Mayer war der letzte Bürgermeister, der in dieser Angelegenheit visionäre Lösungen gesucht hat. Seither hat sich die Situation immer nur verschlechtert. Selbst mit einem Grünen Vizebürgermeister hat sich daran nichts geändert“, kritisierte SPÖ-Stadtrat Klaus Kübler.

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