Kontakt

Neue Zeitungs GmbH
Gutenbergstraße1
6858 Schwarzach

Phone: 0043 5572 501 500

Erdgas-Heizungen erleben in Vorarlberg Renaissance

VEG verzeichnet heuer um 30 Prozent mehr Neuanschlüsse als 2010. Trend zum Erdgas.

Da kann im Landhaus noch so leidenschaftlich über die notwendige Reduzierung der Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen in Vorarl­berg philosophiert werden: Der Beliebtheit der mit Erdgas betriebenen Heizanlagen im Privatbereich tut dies im Ländle keinen Abbruch. Denn Erdgas-Heizungen erleben mittlerweile eine Renaissance.

Erwin Kopf, Geschäftsführer des Erdgasversorgers VEG, erklärte, dass im Jahr 2009 mit 300 Neuanschlüssen ein Tiefpunkt erreicht war. Danach habe die Zahl der Erdgas-Neuanschlüsse im Privatbereich wieder ständig zugenommen: Von 340 im Jahr 2010 ging es hinauf auf 400 Neuanschlüsse im Jahr 2011. Für heuer rechnet die VEG mit rund 440 Neuanschlüssen. Insgesamt steige die Zahl der VEG-Kunden somit auf etwa 29.500.

Kopf begründet diese Trendwende unter anderem damit, dass Erdgas seit einigen Jahren um bis zu 40 Prozent günstiger als Öl sei. Inhaber von Ölheizungen hätten bei einer Umstellung so oft auf eine neue Gastherme zurückgegriffen. „Wir verspüren die Zunahme von Erdgasanlagen insbesondere bei der Sanierung von bestehenden Anlagen und Häusern. Im Neubaubereich dürfte die Wärmepumpe weiter Marktführer bleiben.“

Eine Trendumkehr bestätigen auch die Stadtwerke Bregenz, der zweite Erdgasversorger in Vorarlberg, der Bregenz, Lochau und Hörbranz abdeckt. Nach Angaben von Geschäftsführer Wilfried Breuss ist die Nachfrage ebenso wieder gestiegen. „Die Zahl der Erdgasanschlüsse ist nicht mehr rückläufig, heuer liegen wir derzeit bei etwa 30 Neuanschlüssen.“ Insgesamt zählen die Stadtwerke Bregenz etwa 4500 Anschlüsse von Kunden.

Händler bestätigen Trend

Auch die Heizungstechnikgroßhändler bestätigen die Entwicklung. Inhaus-Geschäftsführer Robert Küng erklärte, dass der Anteil der verkauften Gasthermen im Vorjahr um etwa 20 Prozent zugelegt habe. „Energie ist bei unseren Kunden noch immer ganz klar eine betriebswirtschaftliche Entscheidung. Es geht um die Amortisation und da sind insbesondere Gas-Systeme sehr wettbewerbsfähig. Das ist zwar langfristig sicher die falsche Entwicklung, aber es ist so“, sagte Küng.

Auch bei dem unter anderem auf Heizungstechnik spezialisierten Großhändler Walter Bösch GmbH & Co KG in Lustenau sieht man die Entwicklung ähnlich: „Die Nachfrage nach Erdgasbrennwertgeräten ist nach wie vor ungebrochen“, erklärte Unternehmenssprecherin Brigitte Weiss.

Bitte melden Sie sich an, um den Artikel in voller Länge zu drucken.

Bitte geben Sie Ihren
Gutscheincode ein.

Der eingegebene Gutscheincode
ist nicht gültig.
Bitte versuchen Sie es erneut.
Entdecken Sie die NEUE in Top Qualität und
testen Sie jetzt 30 Tage kostenlos.