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Dornbirns Freiwillige übten den Ernstfall

Bei der Jahresschlussübung mit 110 Teilnehmern trainierten Feuerwehr und Rotes Kreuz den gemeinsamen Einsatz.

Matthias Rauch

Ein Feuer im Treppenhaus der Raiffeisenbank in Dornbirn. Kinder, Jugendliche und Mitarbeiter müssen vor dem Rauch aufs Dach flüchten. Ein Autofahrer wird vom Tumult abgelenkt, verreißt das Lenkrad, überschlägt sich und bleibt neben der Bushaltestelle liegen. So lautete dieser Tage die Übungsannahme der Schlussübung der Freiwilligen Feuerwehr Dornbirn. Ziel der Übung ist die Koordination von zwei gleichzeitig stattfindenden Einsätzen und der Praxistest des Brandschutzkonzeptes der Raiffeisenbank.

Drehleiter vor Ort

Als erstes treffen die Helfer vom Roten Kreuz und die Drehleiter ein. Während sich die Rettungskräfte um den verunglückten Autofahrer kümmern, fahren Florianijünger die Drehleiter aus. Während der ganzen Übung fährt die Leiter auf und ab. Mit jeder Fahrt werden ein paar der 40 vom Feuer Eingeschlossenen im Leiterkorb auf sicheren Boden gebracht. Nach und nach treffen weitere Tankwagen und Mannschaftswagen ein. Die Löschtrupps machen sich rund um den „Vorarlberger Hof“ für den Einsatz bereit.

Plötzlich springt auf dem Dach eine Sprinkleranlage an und bedeckt das anschließende Gebäude mit Wasser. Diese Anlage soll im Brandfall ein Übergreifen des Feuers verhindern. Gleichzeitig dringen die Löschtrupps mit Atemschutz durch den Hintereingang ins Gebäude ein. Ihr Auftrag ist das Löschen des Brandes und die Suche nach Verletzten in den unteren Stockwerken. Lustenau schickt einen zweiten Leiterwagen zur Verstärkung, mit diesem werden über einem Balkon weitere Eingeschlossene geborgen.

Bergeschere im Einsatz

Am Unfallort wird derzeit auf das Eintreffen des schweren Bergematerials gewartet. Das Fahrzeug muss mit Spanngürten fixiert werden, um dann mit der Bergeschere den Kofferraum des umgekippten Autos zu öffnen. Durch beide Fronttüren arbeiten sich Helfer vom Roten Kreuz und der Feuerwehr, um den verletzten Fahrer zu bergen. Von einem der Sanitäter ragen nur die Füßenaus dem Kofferraum.

Gleichzeitig herrscht rundherum noch der Alltagsbetrieb, der Stadtbus fährt ganz normal die Haltestelle an, auch der Verkehr erfährt keine Beeinträchtigung durch die Bergearbeiten. Der Unfallort ist von Schaulustigen umringt, denn da gibt es mehr zu sehen als beim „Brand“. Diese „Zaungäste“ müssen nun zuerst zurückgedrängt werden, um den Verletzten auf einer Tragbahre ablegen zu können.

„Einwandfreier Verlauf“

Nach der Übung zeigen sich die Verantwortlichen mehr als zufrieden. „Der einwandfreie Verlauf der Übung ist das Ergebnis der hervorragenden ganzjährigen Übungstätigkeit“, lobt auch Bürgermeister Wolfgang Rümmele die ehrenamtlichen Helfer. Die Übung wird gleichzeitig genutzt, um der Feuerwehr ein neues Versorgungsfahrzeug zu übergeben. Das Allradfahrzeug mit einem Gesamtgewicht von über fünf Tonnen und sechs Sitzplätzen wurde extra von Wohlgenannt Fahrzeugbau mit einem neuen Aufbau inklusive Hebebühne ausgestattet. Aufgabe des Kleintransporters ist es, Sondergeräte zum Einsatzort nachzuliefern und verschmutztes Material zu transportieren. Auch soll es bei kleineren Einsätzen statt den großen Mannschaftswagen Verwendung finden. Die Anschaffung im Wert von 120.000 Euro wurde vom Land mit 25 Prozent gefördert.

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