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Von Netzwerken profitieren und Kontakt halten

Seit 2004 leiten Olivier Gunz, Dennis de Jonge und Rene Allgäuer die Geschicke des Alumni-Vereins der Fachhochschule Vorarlberg. Ziel ist es, den Kontakt zu den Absolventen der Bildungseinrichtung nicht abreißen zu lassen.

Wann wurde der FHV Alumni gegründet?

Olivier gunZ: 1999 wurde der Verein auf Initiative von zwei Studiengangsleitern – Wolfgang Kremser und Johannes Steinschaden – ins Leben gerufen. Natürlich waren an der Gründung auch Absolventinnen und Absolventen beteiligt. Seither ist die Organisation kontinuierlich gewachsen. Im Jahr 2004 hat es einen Wechsel an der Spitze gegeben. Die Vereinsführung wanderte komplett in Absolventenhand. Seit 2008 bilden Dennis de Jonge, Rene Allgäuer und ich den Vorstand. Seitens der FH Vorarlberg (FHV) erhalten wir große Unterstützung. Zu nennen wäre etwa Andrea Kubesch, die uns im administrativen Bereich hilft. Oder Martin Hefel, Leiter der Abteilung für Marketing und Kommunikation, der mit viel Idealismus dabei ist und uns immer wieder Mut zuspricht.

Wieviele Mitglieder hat der Verein?

Gunz: Ungefähr 3000 Personen haben seit Bestehen der FHV ein Studium abgeschlossen. Etwa 20 Prozent davon sind unserem Verein beigetreten.

rene Allgäuer: Im Vergleich mit anderen Alumni-Organisationen ist das ein guter Wert. Dabei muss jedoch gesagt werden, dass die FHV noch relativ jung und die Zahl der Absolventen noch nicht so hoch ist.

Und warum wurde damals die Alumni-Organisation gegründet?

Dennis de Jonge: An der FHV gibt es jedes Jahr sehr viele Alumni, die teilweise in namhaften Unternehmen Jobs finden. Dieses Potenzial soll genutzt werden und bei der Arbeit der FHV einfließen. Der Kontakt zwischen den Verantwortlichen der Bildungseinrichtung und den ehemaligen Studierenden soll aufrecht erhalten werden.

Profitieren auch die Absolventen vom Kontakt mit ihren ehemaligen Kommilitonen?

De jonge: Das ist ein weiterer sehr wichtiger Aspekt. Viele ehemalige Studenten versuchen, dies auf „privatem Weg“ zu organisieren. Meistens verlieren sie sich aber nach einigen Jahren aus den Augen. Unser Ziel ist es, von einer möglichst großen Zahl der Absolventen zu wissen, wo sie sind und was sie beruflich tun.

Gunz: Wir wollen den Austausch unserer Mitglieder untereinander fördern, so dass diese von den Kontakten in unserem Netzwerk profitieren.

allgäuer: Es geht aber nicht nur um die Verbindung zwischen Absolventen und FHV. Die derzeitigen Studenten sollen ebenfalls einen Nutzen haben. Sei es durch Mentoring, die Vermittlung von Praktikums-stellen oder die Vergabe von Themen für Bachelor- und Masterarbeiten. Der Alumni-Verein dient dabei als Schnittstelle.

Herr de Jonge, Sie sind selbstständig. Inwiefern sind die Kontakte über den Alumni-Verein nützlich?

de Jonge: Wir arbeiten alle drei ehrenamtlich für die Organisation. Und dafür ist eine ordentliche Portion Idealismus notwendig. Ich genieße allerdings berufliche Vorteile. Durch die Alumni-Arbeit habe ich sogar schon neue Kunden gewonnen.

Herr Gunz, Sie sind bei Blum angestellt. Bringt die Tätigkeit Vorteile bei der Arbeit in einem Unternehmen?

Gunz: Ein wichtiger Aspekt ist, dass ich den Bekanntheitsgrad des Vereins steigern kann. Vor allem die Personalabteilung nutzt die Möglichkeiten, die wir anbieten. Etwa die Karriere-Angebote in der FHV Community, unserem Internet-Portal.

Gibt es für Sie die Möglichkeit die Entwicklung der FHV mitzugestalten oder zumindest Vorschläge einzubringen?

Gunz: Es gibt regelmäßige Treffen mit dem Rektorat, bei denen wir die Rückmeldungen, Ideen und Kritikpunkte der Absolventen weitergeben. Wir versuchen Impulse von außen zu geben. Mit unseren ehemaligen Studiengangsleitern sind wir ebenfalls noch in Kontakt. Inwiefern unsere Anregungen dann schließlich berücksichtigt werden, ist nicht immer ganz klar. Wir haben aber das Gefühl, dass der Großteil unserer Ansprechpartner die Denkanstöße schätzt.

Sie sind alle schon seit Längerem in Verbindung mit der FHV. Wie hat sich die Bildungseinrichtung während dieser Zeit verändert?

Gunz: Ich habe 1993 während des Studienversuchs meine Ausbildung begonnen. Und an den Strukturen, den Räumlichkeiten und den Möglichkeiten, die es gegeben hat, wurde spürbar, dass es wirklich ein erster Versuch war. Mittlerweile ist die FHV eine Hochschule mit 1000 Studierenden und über 100 Lehrenden. Die Entwicklung ist auf jeden Fall eine positive.

Allgäuer: Die FHV wächst stetig. Das zeigt sich nicht nur an den steigenden Studentenzahlen, sondern ganz allgemein an der Präsenz der Bildungseinrichtung im Land.

Wie sieht das Angebot des Alumni-Vereins aus?

gunz: Ein Punkt sind die Veranstaltungen. Angefangen von Grillfesten in geselliger Runde bis hin zu Fachvorträgen und Diskussionsrunden ist alles dabei. Zudem bieten wir Exkursionen zu Firmen an, an denen Studierende und Absolventen teilnehmen können.

De Jonge: Es geht uns auch um Information und Kommunikation. Daher haben wir im Internet eine Plattform, die FHV Community, geschaffen, um unseren Mitgliedern die Möglichkeit zu geben, sich zu suchen und zu finden. (http://community.fhv.at)

Ihre Mitglieder kommen aus den unterschiedlichsten Studienrichtungen. Von Sozialarbeit bis hin zum Wirtschaftsingenieurwesen. Wie wichtig ist der fächerübergreifende Austausch?

Gunz: Wir versuchen natürlich dies zu unterstützen und quer über alle Studiengänge eine Verbindung zu schaffen. Allerdings sind wir in diesem Bereich erst am Anfang.

Allgäuer: Das Angebot der FHV ist breit gefächert. Ich meine jedoch, dass jeder von jedem etwas lernen kann, ganz unabhängig von der Ausbildung. Und der Alumni-Verein ist dazu da, um das zu fördern.

Michael Steinlechner

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