Ski-Verbindung Lech–Warth wird gebaut

Durch die Verbindungsbahn Auenfeldjet soll das größte Skigebiet Vorarlbergs entstehen.

Die Skigebiete Lech-Zürs und Warth-Schröcken werden mittels einer neuen Bahn verbunden. Das teilten die Verantwortlichen am Mittwoch in einer Aussendung mit. Mit den Bauarbeiten für den sogenannten Auenfeldjet soll im kommenden Frühjahr begonnen werden. Bereits zur Wintersaison 2013/14 soll diese in Betrieb gehen. Durch die neue Verbindung entsteht nach Angaben der Betreiber das größte Skigebiet Vorarlbergs mit 47 Liften und Bahnen sowie 190 Pistenkilometern. Am gesamten Arlberg stünden den Wintersportlern dann 94 Lifte zur Verfügung.

Michael Manhart, Geschäftsführer der Skilifte Lech, zeigte sich erfreut dar­über, dass die Verbindung nun gebaut wird. „Wir haben die Erweiterung seit langem angestrebt. Denn das Skigebiet Lech-Zürs war im Vergleich mit anderen Regionen zu klein. Durch die Verbindung sind wir wieder ein Global Player“, sagte er. Die einzigartige Naturlandschaft sei das größte Kaptial der Tourismusregion. Daher sei es den Verantwortlichen von Anfang an wichtig gewesen, nur geringe Eingriffe in die Natur vorzunehmen. „Mit dem Auenfeldjet ist uns das gelungen.“

Alpenkonvention

Eine Meinung, die Rainer Schlattinger, Geschäftsführer des Österreichischen Alpenvereins Vorarlberg, nicht teilt. Aus seiner Sicht steht das Projekt in Widerspruch mit der Alpenkonvention. Mithilfe dieses Staatsvertrages soll der Schutz und die nachhaltige Entwicklung des Alpenraums gewährleistet werden. „Darin ist auch festgehalten, dass keine neuen Landschaftskammern mit Liftanlagen bestückt werden sollen“, erklärte er. Die geplante Bahn stelle jedoch einen solchen Eingriff dar, weshalb er nach wie vor gegen den Auenfeldjet sei.

Der Alpenverein sei jedoch nicht grundsätzlich gegen Tourismusprojekte. „Das ist ein Vorwurf, der uns immer wieder gemacht wird, der aber nicht stimmt“, sagte Schlattinger. Er orte jedoch eine gewisse „Goldgräberstimmung“ bei vielen Skilift- und Skigebietsbetreibern, die die „Alpenkonvention zur Makulatur werden lässt“.

Der Geschäftsführer der Skilifte Lech kritisierte die Haltung der Umweltschützer. Die Aufwertung der Skigebiete Lech Zürs und Warth-Schröcken sei aus wirtschaftlicher Sicht notwendig. „Es geht dabei auch um die Zukunft der Gemeinden. Denn vielerorts ziehen die jungen Menschen weg, weil sie keine Perspektive sehen.“

Keine neuen Pisten

Für Stefan Strolz, Bürgermeister der Gemeinde Warth, ist die Realisierung der Verbindung ein wirtschaftlicher und touristischer Meilenstein. Die Bedenken der Verantwortlichen des Alpenvereins teilt er nicht. „Wir sprechen hier nicht vom Bau neuer Pisten. Es geht lediglich um einige Stützen für eine Verbindungsbahn“, betonte der Bürgermeister.

der auenfeldjet

Baubeginn: Frühjahr 2013

Geplante Eröffnung: Winter 2013/14

Länge: 2071,66 Meter

Beförderungskapazität: 1490 Personen/Stunde

Investitionsvolumen: 12 Millionen Euro inklusive Lawinensicherung

Seilbahntyp: Zehner-Gondel-Einseil-Umlaufbahn der Firma Doppelmayr

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