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Wallner stieg der Präsidentin auf’s Dach

Bereits am 1. Jänner hatte Landeshauptmann Markus Wallner offiziell den Vorsitz der Landeshauptleute übernommen. Am Mittwoch hisste er die Vorarlberger Fahne in Wien.

Als passionierter Bergsteiger war der Aufstieg auf das Dach des Parlaments für Landeshauptmann Markus Wallner natürlich kein Problem. Die ersten, über 100 Stufen wurden flugs erklommen. Vorbei an Archiven ging es schließlich bis unter das Dach. Lüftungs- und Heizungsrohre mussten überquert werden, bis Wallner – zusammen mit Landtagspräsidentin Gabi Nussbaumer und Bundesratspräsident Edgar Mayer – schließlich über eine weitere Leiter durch die Dachlucke ins Freie steigen konnten. „Vorsicht. Köpfe einziehen. Und immer nur fünf Leute auf’s Dach“, mahnte ein Mitarbeiter des Parlaments. Schon wenige Augenblicke später wehte die Vorarlberger Fahne über dem Büro von Barbara Prammer. Bis zum Ende des Vorsitzes im Juli wird sie dort zusammen mit der Fahne der Republik sowie der EU hängen.

„Als wir die Fahne gehisst haben, hat man mich darauf aufmerksam gemacht, dass nur ein leichter Fehltritt dafür gesorgt hätte, im Büro der Nationalratspräsidentin zu landen“, sagte Wallner wenig später beim Empfang der Vorarlberger. Dies sei wohl ein leiser Hinweis auf den Renovierungsbedarf im Parlament gewesen. Fehltritte hat sich Wallner bisher noch keine geleistet und so ging es den etwas längeren Weg über die zahlreichen Leitern und Stiegen zurück.

Dem offziellen Antrittsbesuch bei der Nationalratspräsidentin folgte ein Abstecher ins Büro von Edgar Mayer. Bei einem Kaffee wurde nicht nur über das sanierungsbedürftige Parlamentsgebäude gesprochen, sondern wohl auch über einen der Gründe, warum Mayer Bundes- und nicht Nationalrat geworden war. „Die Sessel im Bundesrat sind ein wenig bequemer. Im Nationalrat haut’s ab und zu mal einen zusammen. Der Karlheinz Kopf hat das ja auch schon einmal erlebt“, erzählte Mayer und lachte.

Gabi Nussbaumer nutzte die Zeit, sich das Parlamentsgebäude genauer anzuschauen. „Manches sieht noch genauso aus wie damals, als wir mit der Schule auf Wienwoche waren“, sagte die Landtagspräsidentin. Interessiert erkundigte sich die ehemalige Integrationssprecherin nach den Arbeitsbedingungen für Abgeordente mit Behinderung. Zugleich gab es noch eine kurze Einführung in Sachen Vorsitzführung im Nationalrat. Wie blinken die Lichter, wenn die Redezeit langsam abläuft? Wie viele Minuten hat die Wiener Stunde? Diese richtet sich nach der Redezeit, die den Fraktionen zusteht. Mit dem Dazukommen des Teams Stronach wurde diese gleich noch einmal um ein paar Minuten länger. Eine Tatsache mit der übrigens auch Prammer keine große Freude hat. „Sobald denen ein Abgeordneter wieder abspringt, nehme ich ihnen den Klubstatus wieder weg“, verkündete die Sozialdemokratin unlängst.

Feldkirch stark vertreten

Beim abschließenden Vor­arl­bergabend waren vor allem die Montfortstädter stark vertreten, um ihren Bundesratspräsident hochleben zu lassen. Neben der Familie, Bürgermeister Wilfried Berchtold, Vertreter der Arbeiterkammer waren auch die Spältaschränzer Feldkirch vertreten.

„Gemeinsam Verantwortung tragen“ sei das Motto des Vorarlberger Vorsitzes, betonten Mayer und Wallner in ihren Reden unisono. Im Vordergrund stehe neben der Länderautonomie (insbesondere in Finanzfragen) auch die Bildungsfragen, betonte Wallner.

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