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aus dem Gerichtssaal

Anklage: Gattin und eine 13-Jährige vergewaltigt

Prozess erneut vertagt: unbescholtener 48-Jähriger bestreitet die Anklagevorwürfe.

Seine Ehefrau und ein 13-jähriges Mädchen hat der Dornbirner nach Ansicht der Staatsanwaltschaft Feldkirch vergewaltigt. Er sei nicht schuldig, sagt der von Hanno Lecher verteidigte Angeklagte. Der Schöffenprozess am Landesgericht Feldkirch wurde gestern neuerlich vertagt, zur Einvernahme weiterer Zeugen.

Die Anklagebehörde wirft dem Unbescholtenen zum einen eine qualifizierte Vergewaltigung mit einer schweren Körperverletzung vor. Der erhöhte Strafrahmen dafür beträgt fünf bis 15 Jahre Gefängnis. Gerichtspsychiater Wilhelm Jochum führt die von ihm festgestellte Traumatisierung auf die angeklagte Vergewaltigung des damals 13-jährigen Mädchens zurück.

Sie sei am 30. August 2003 bei einer Wanderung auf eine Alpe in einem Waldgebiet in Dornbirn vom Angeklagten vergewaltigt worden, sagt die nunmehr 23-jährige Frau. Damals war sie eine Freundin einer Tochter des Angeklagten.

Wegen der angeklagten Vergewaltigung habe das mutmaßliche Opfer 2005 einen Suizidversuch unternommen, meint Gerichtspsychiater Jochum. Er hält es für „sehr verwunderlich“, dass seinerzeit im Landeskrankenhaus Rankweil die vorliegenden Symptome nicht als Hinweis auf sexuellen Missbrauch gedeutet worden seien.

Zur Last gelegt wird dem 48-jährigen Angeklagten zudem, er habe heuer am 27. Februar im Schlafzimmer seine Ehefrau vergewaltigt. Vorangegangen sein soll dem an jenem Abend nach einem Rosenkranz-Besuch in einer Kirche ein Streit der Eheleute über seine Ex-Frau.

Glaubwürdigkeit

Anzeige hat die BH Dornbirn erstattet, nachdem die Gattin des Beschuldigten dort über den Vorfall berichtet hat. Die angeklagte Vergewaltigung der 13-Jährigen von 2003 wurde erst im November 2011 zur Anzeige gebracht. Nun sollen Mitarbeiter eines Dornbirner Gasthauses, das das Mädchen am Tattag aufgesucht haben will, als Zeugen aussagen – dabei geht es um die Glaubwürdigkeit des mutmaßlichen Opfers. Seff Dünser

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