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Neuer Eigentümer für Tobel-Steinbruch

Siegfried Kohler und Willi Sonderegger haben den Quarzsand-Steinbruch mehrheitlich an die Bregenzerwälderin Carla Gorga verkauft.

Der Steinbruch im Schwarzachtobel zwischen Schwarzach und Alberschwende hat neue Eigentümer. So hält Carla Gorga (51) aus Au im Bregenzerwald seit Kurzem 99 Prozent der Anteile an der Bild-Stein Sand-Stein-Bruch GmbH mit Hauptsitz in Alberschwende. Ein Prozent der Anteile entfällt auf den neuen Prokuristen Thomas Gross (42). Die Geschäftsführung des Unternehmens hat per Ende September 2013 Markus Gorga (42) übernommen.

Die früheren Eigentümer des Unternehmens, die V-Stein Holding GmbH aus Lustenau und die Alsino Holding & Management GmbH aus Schwarzenberg, haben ihre Anteile zur Gänze an Carla Gorga und Thomas Gross verkauft.

Hinter den „Kulissen“

Hinter der V-Stein Holding GmbH steht unter anderen der Vorarlberger Unternehmer Willi Sonderegger, früher unter anderem geschäftsführender Gesellschafter des Dornbirner Automobilzulieferers Henn und des Erdsondenherstellers Amasond. Hinter Alsino steht der Bregenzerwälder Unternehmer Siegfrid Kohler. Er war kurze Zeit auch Geschäftsführer der Bild-Stein Sand-Stein-Bruch GmbH. Vor dieser GmbH ­wurde der Steinbruch im Schwar­z­­achtobel von der ABSW Rheintalstein GmbH mit Sitz in Schwarzach und später in Dornbirn bewirtschaftet. Die Verbindung zum nunmehrigen Betreiber: Der damalige geschäftsführende Mehrheitseigentümer von ABSW Rheintalstein, Hermann Albrecht, ist der Lebensgefährte der neuen Mehrheitseigentümerin der Bild-Stein Sand-Stein-Bruch GmbH.

Der neue Geschäftsführer Markus Gorga, der Bruder von Carla Gorga, erklärte auf Anfrage, dass dieser Eigentümerwechsel offiziell per 1. Oktober 2013 über die Bühne gegangen sei. Gorga, selbst gelernter IT- und EDV-Techniker, war beim vorigen Steinbruch-Betreiber ABSW Rheintalstein GmbH rund dreieinhalb Jahre als Vertriebsleiter tätig.

Wetz-Steine

Nach Angaben von Markus Gorga ist der Steinbruch im Schwarzachtobel der einzige Sandstein-Steinbruch in Österreich. Seine Geschichte reiche ins 17. Jahrhundert zurück. Früher seien dort insbesondere Wetz-Steine produziert worden. Zu den heutigen Kunden des Steinbruchs gehören vor allem Steinmetze, Gartengestalter und -bauer sowie Pflasterer, Fliesenleger und Architekten in Österreich, Deutschland und der Schweiz.

Abbau und Veredelung

Als Betreiber kümmere sich das Unternehmen um den Abbau im Schwarzachtobel sowie um die teilweise Veredelung der Steine. Je nach Verwendung und Einsatz würden die Steinblöcke nach Italien zur weiteren Veredelung geliefert, bevor diese wieder zurück nach Vorarlberg kämen. Das Unternehmen beschäftigt im Ländle vier Mitarbeiter.

Als eine der wesentlichsten Herausforderungen für einen Sandstein-Steinbruch-Betreiber in Vorarlberg bezeichnet Gorga den extremen Preisdruck in der Branche. Als regionaler Anbieter liege das Unternehmen vom Preisniveau her gesehen sehr deutlich über jenem von Anbietern etwa aus China und Indien.

„Man muss sich vorstellen, dass die Konkurrenz die Steine aus China nach Vorarlberg liefert und damit noch immer deutlich billiger ist als wir“, sagte Gorga. Trotz der Kos­ten für den oft monatelangen Transport unter anderem per Schiff könne die asiatische Konkurrenz das Preisniveau spielend unterbieten.

Hinsichtlich Umweltschutz und Nachhaltigkeit sei der massenweise Einkauf von Steinen aus Asien allerdings nicht zu vertreten. „Unsere Klientel kennt diese Umstände und setzt deshalb ganz bewusst auf regionale Produkte – auch wenn sie mehr kosten“, weiß Gorga. Wünschen würde er sich insbesondere auch von der Politik ein Umdenken bei diesem Thema, wenn es um öffentliche Baustellen geht.

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