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Untersuchungshäftling vier Monate auf der Flucht

24-Jähriger wurde schließlich in Bregenz gefasst und später zu Haftstrafe verurteilt.

Der Grund für Aufsehen war im Juni die Flucht eines 24-jährigen Untersuchungshäftlings. Der junge Mann sollte Beamten am Lochauer Haggen ein Versteck mit Diebesgut zeigen. War er ursprünglich mit Handschellen gefesselt, wurden ihm diese abgenommen, damit er sich im steilen Gelände besser bewegen konnte. In einem günstigen Moment wagte der Verdächtige einen Fluchtversuch: er sprang in ein Bachbett und entkam den Beamten. Diese hätten keine Möglichkeit gehabt, dem jungen Mann zu folgen, hieß es. Eine groß angelegte Suchaktion im Gebiet des Pfänderstockes blieb erfolglos.

Fast vier Monate wurde nach dem untergetauchten U-Häftling auch international gefahndet. Schließlich wurde er von Polizeibeamten in Bregenz gestellt. Zeugen hatten ihn erkannt. Angebliches Versteck des 24-Jährigen war eine Hütte im Bregenzerwald.

Am 9. Dezember musste er sich schließlich für die ihm zur Last gelegten Taten vor Gericht verantworten. Für seine Flucht wurde er nicht belangt. Sehr wohl aber für 60 Einbruchsdiebstähle, die der Leiblachtaler teilweise gemeinsam mit fünf Komplizen begangen haben soll. Die Bande soll zwischen Jänner 2012 und Februar 2013 in Vorarl­berg und Süddeutschland aktiv gewesen sein.

Gemeinsam mit zwei der Mittäter soll der junge Mann etwa in der Nacht auf den 3. Februar einen Bankomat in Doren gestohlen haben. Mit einem Traktor habe das Trio das Gerät aus der Verankerung gerissen und anschließend im Wald geöffnet, lautete der Vorwurf der Staatsanwaltschaft.

Acht Vorstrafen

Schlussendlich wurde der 24-Jährige zu sechseinhalb Jahren Haft verurteilt. Er war mit acht Vorstrafen belastet. So war er beispielsweise verurteilt worden, weil er seine Mutter mit einem Messer bedroht hatte. Bei einem Streit hatte er auch mehrere Bäume eines Nachbarn umgesägt. Erst am 15. Juli 2012 war er vorzeitig aus der Haft entlassen worden.

Ein Komplize des Leiblachtalers wurde zu vier Jahren und zwei Monaten Haft verurteilt. Die übrigen Mittäter kamen glimpflicher davon. Alle Urteile sind noch nicht rechtskräftig.

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