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Goldschmuck im Wert von 6645 Euro gestohlen

Freispruch mangels Beweisen für den abwesenden Ex-Freund der Bestohlenen.

Wer hat den Goldschmuck im Wert von 6645 Euro aus der Wohnung gestohlen und damit einen schweren Diebstahl begangen, der mit bis zu drei Jahren Gefängnis bedroht ist? Der Ex-Freund der Goldschmuck-Besitzerin wurde am Landesgericht Feldkirch im Zweifel mangels Beweisen für seine Schuld freigesprochen. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.

Die Staatsanwaltschaft Feldkirch ist von der Schuld des Angeklagten überzeugt. Nach Ansicht der Anklagebehörde hat der 37-jährige Deutsche den Goldschmuck am 21. Juni 2013 aus der Wohnung seiner Ex-Freundin im Vorderland gestohlen.

Richter Norbert Melter verwies in seiner Urteilsbegründung aber darauf, dass noch andere Personen die Möglichkeit gehabt haben könnten, sich mit einem Schlüssel Zugang zur Wohnung zu verschaffen und den Schmuck mitzunehmen. Denn die Wohnungsinhaberin hatte vor der Polizei angegeben, sie finde ihren dritten Schlüssel nicht mehr. In der Hauptverhandlung sagte sie nun als Zeugin, sie habe den Schlüssel mittlerweile gefunden. Niemand anderer verfüge über einen Wohnungsschlüssel.

Anzeige kam spät

Zweifeln am angeklagten Tathergang ließ den Richter auch der Umstand, dass die aus Osteuropa stammende Frau erst mehr als zwei Monate nach der angeblichen Tat Anzeige erstattet hatte. Sie informierte die Polizei am 2. September 2013 über den schweren Diebstahl vom 21. Juni. Das mutmaßliche Diebstahlsopfer gab keine schlüssige Antwort darauf, warum die Anzeige nicht früher erfolgt ist.

Der Angeklagte war zum Strafprozess am Landesgericht gar nicht erschienen. Die Verhandlung wurde in seiner Abwesenheit durchgeführt. Dafür lagen die gesetzlichen Voraussetzungen vor: Der Angeklagte ist erwachsen, er hat die Ladung zugestellt erhalten und ist zur Sache vor der Polizei einvernommen worden. Zudem ist kein Verbrechen angeklagt, also keine Tat mit einer möglichen Haftstrafe von mehr als drei Jahren, sondern nur ein Vergehen.

Seff Dünser

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