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Arbeitslose: 47 Millionen Euro investiert

Fokus auf Projekten für Jugendliche, Migranten, Wiedereinsteiger und ältere Arbeitnehmer.

Sonja Schlingensiepen

So viel Geld wie noch nie haben die Verantwortlichen der Landesregierung für arbeitsmarktpolitische Maßnahmen veranschlagt. Rund 22,2 Millionen Euro sind 2014 für gemeinsame Projekte von Land und Arbeitsmarktservice (AMS) vorgesehen. Weitere Maßnahmen, die vom Land allein finanziert werden, sind mit knapp 1,9 Millionen Euro dotiert. Zusammen mit den Mitteln, die in ausschließlich vom AMS finanzierte Projekte fließen, stehen damit in diesem Jahr rund 47 Millionen Euro zur Verfügung.

„In der ersten Regierungssitzung in diesem Jahr haben wir uns ganz bewusst mit der Frage der Beschäftigungslage auseinandergesetzt“, erklärte Landeshauptmann Markus Wallner. Zusammen mit AMS-Landesgeschäftsführer Anton Strini wurde die Frage erörtert, wie dem prognostizierten Anstieg der Arbeitslosigkeit gegengesteuert werden kann. Strini rechnet damit, dass die Zahl der Arbeitssuchenden 2014 um 300 Personen ansteigt. „Wir befinden uns in einer paradoxen Situation, in der wir einen Rekordstand von unselbstständig Beschäftigten haben. Gleichzeitig steigt aber die Arbeitslosigkeit“, erklärte Wallner. „Durch die dynamische Volkswirtschaft steigt das Arbeitskräftepotenzial, gleichzeitig sinkt die Nachfrage nach gering Qualifizierten“, ergänzte Wirtschaftlandesrat Karlheinz Rüdisser.

Zielgruppen definiert

Die „Problemgruppen“ seien die gleichen wie im Vorjahr: Jugendliche, Migranten, Wiedereinsteiger und ältere Arbeitnehmer. Dies sind die Zielgruppen, auf welche die Maßnahmen des Landes und des AMS ausgerichtet sind. Elf Millionen Euro werden allein in den Bereich Jugendbeschäftigung fließen, sagte Rüdisser. Als Beispiele nannte er Präventionsmaßnahmen beim Übergang von der Schule in die Arbeitswelt, Lehrlingscoaching, Arbeitsprojekte wie Albatross oder Leuchtturm sowie überbetriebliche Ausbildungszent­ren. 180 Personen hätten dort inzwischen die Lehre erfolgreich abgeschlossen.

Ganz neu im Programm ist ein Qualifizierungsprojekt für junge Leute mit migrantischem Hintergrund. Zugeschnitten ist dies auf junge Menschen bis zu 30 Jahren, die bisher als Hilfsarbeiter tätig waren. Sie sollen eine zweite Chance erhalten, einen Beruf zu erlernen.

Sorgen bereiten dem AMS-Chef vor allem die älteren Arbeitnehmer. „2013 hatten wir eine Zunahme der Arbeitslosigkeit um 5,5 Prozent. Allerdings lag der Jahresdurchschnitt bei den Arbeitnehmern ab 50 Jahren bei 12,1 Prozent“, erläuterte Strini.

Lohnzuschüsse

Das AMS wird Unternehmen und gemeinnützigen Einrichtungen zeitlich befristete Lohnzuschüsse gewähren, wenn diese arbeitslose Frauen und Männer ab 50 Jahren einstellen. Die Dauer und Höhe der Zuschüsse richtet sich dabei nach dem Ausmaß des „Vermittlungshandicaps“.

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