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Helping Hands – Giving Life

Die Welt wieder in Balance bringen

„Die Verbrüderung und Verschwesterung der Völker – eine Welt, in der die Menschen füreinander da sind und alle mit einbezogen werden“ – das ist die Vision der Mitglieder des Vereins Helping Hands – Giving Life.

Dunja Gachowetz

Nicht einmal ein Jahr ist der Verein „Helping Hands – Giving Life“ alt, aber er hat bereits Mitglieder in Kalifornien, Kanada, Großbritannien und natürlich in Österreich. „Die meis­ten sind Auslandsösterreicher, die uns und unsere Motive kennen und unsere Vorhaben unterstützen. Das sind unter anderem die Beendigung der Welternährungskrise und die Schaffung einer ernährungssicheren Welt“, sagt Gründungsmitglied und Vizepräsident Franz Stelzl. Erklärtes Hauptziel der Gleichgesinnten ist, den Menschen die Welternährungskrise ins Bewusstsein zu rufen: nach ihrer Meinung, die einzig wahre Krise auf dieser Welt. „Wir wollen aufzeigen, dass es Lösungen gibt, um dieses Ungleichgewicht von Überfluss und Mangel bewältigen zu können. Es ist ja nicht so, dass zu wenig Nahrungsmittel für alle Menschen produziert werden. Sondern es ist vielmehr so, dass diese ungleich verteilt sind“, zeigt Stelzl auf. Aber auch die Sicherung des Weltfriedens, die Einhaltung des Völkerrechts, der Schutz der Menschenrechte und die Förderung der internationalen Zusammenarbeit sind Aufgaben, welche sich die Mitglieder auf ihre Fahnen geschrieben haben.

Die Idee dazu, einen Verein zu gründen, hatten der in Lauterach lebende Steirer Stelzl und der Kärntner Polizist Theo Kelz im vergangenen Mai. „Da es sich nicht um einen Ableger einer anderen Gruppierung handelt, mussten wir bei Null starten. Mussten die Statuten und einen Vorstand aufstellen,“ berichtet Stelzl. 25 Mitglieder zählt die Organisation bereits, stetig werden es mehr. „Jeder der sich engagieren will, ist bei uns herzlich willkommen. Egal ob als aktives, passives oder Fördermitglied“, wirbt Stelzl für den Verein.

Neue Wege beschreiten

Den Mitgliedern geht es aber nicht darum, einfach nur Spendengelder zu sammeln und bequem per Mausklick an eine Hilfsorganisation zu überweisen. „Es ist gut, dass es Institutionen und karitative Einrichtungen gibt, die Betroffenen vor Ort helfen. Unser Ziel ist es aber eher, das Bewusstsein der Menschen im Hinblick auf die Welternährungskrise zu schärfen und zu bilden. Die Bevölkerung darüber aufzuklären, dass dieses Thema uns alle betrifft“, ist sich Stelzl sicher. Die engagierten Frauen und Männer wollen auch überprüfen, welche Maßnahmen gesetzt werden, um gegen dieses Ungleichgewicht vorzugehen. Dazu wollen sie neue Wege beschreiten und beweisen, dass der Traum von einzelnen Menschen ganze Nationen inspirieren kann.

Einer dieser neuen Wege ist wohl gleich eines der größten Projekte, welches die Mitglieder in diesem Jahr umsetzen wollen. Denn die beiden Motorrad-Liebhaber und erfahrenen Globetrotter Theo Kelz und Franz Stelzl wollen am 30. März von Wien aus zu einer Weltumrundung auf zwei Rädern aufbrechen. Ihr Ziel: Nach knapp 56.800 Kilometer in sieben Monaten am 26. Oktober wieder in der Bundeshauptstadt einzutreffen. Die Reiseroute wird sie durch 39 Länder auf sechs Kontinenten führen. Das Duo weiß, worauf es sich einlässt. Denn für die beiden ist es nicht die erste Erdumrundung.

Stelzl hat über eine frühere Weltreise sogar ein Buch geschrieben und in Vorträgen über seine Erlebnisse berichtet. Auf diese Weise haben sich auch die Wege des Polizisten und des Organisationsentwicklers gekreuzt. Als Kelz 2006 ein ähnliches Vorhaben plante, holte sich der heute 59-jährige Kärntner Tipps von dem Lauteracher.

Die Vorbereitungen für ihr neues Vorhaben laufen nach Plan. Auf ihrer Reise durch die unterschiedlichsten Länder wollen die Männer in Vorträgen über die Welternährungskrise, die FAO-Petition „EndingHunger“ und über den wissenschaftlichen UN-Welt­agrarbericht – wie die Welt auch im Jahre 2050 zu ernähren ist – informieren. „Da wir aber nicht wissen, wann wir genau in den jeweiligen Orten eintreffen werden, werden das eher spontane Aktionen sein. Hier setzen wir sehr auf die Unterstützung von Mitgliedern lokaler Motorradklubs. Zu diesen haben wir seit unseren vergangenen Reisen Kontakt und bisher haben sie uns immer gut unterstützt“, erklärt der Lauteracher.

Herzen berühren

Um den Menschen zu zeigen, dass es möglich ist, etwas zu ändern, und deren Herzen zu berühren, setzen Stelzl und Kelz auf die Lebensgeschichte des Polizisten, dem zwei neue Hände transplantiert worden sind. Bei der Entschärfung einer Rohrbombe des Bombenattentäters Franz Fuchs hat Theo Kelz beide Hände verloren. Vom heutigen Präsidenten des Vereins, dem Chirurgen Raimund Margreiter, wurden ihm zwei neue Hände erfolgreich transplantiert. „Mit der Lebensgeschichte von Theo Kelz wollen wir zeigen, dass Unmögliches möglich ist und mit Beharrlichkeit, Entschlossenheit und mit klarer Vision fast alles zu schaffen ist“, sagt Stelzl.

Eine Vision von Kelz und Stelzl ist es, dass es irgendwann weltweit „Helping Hands–Giving Life“-Klubs gibt. Deren Mitglieder sich aber nicht nur mit der Welternährungskrise, sondern auch mit der Biotechnologie, Klimawandel, Gesundheit, Schutz natürlicher Ressourcen, Handel und Märkten, traditionellem Wissen oder Frauen in der Landwirtschaft und ähnlichen Themen beschäftigen und Lösungsvorschläge aufzeigen. „Uns ist aber bewusst, dass es ein sehr langer Prozess ist, um das Gleichgewicht zwischen Norden und Süden, Arm und Reich, Mangel- und Überernährung herzustellen. Theo Kelz und mir ist klar, dass wir das wahrscheinlich nicht mehr erleben werden“, sagt der motorradbegeisterte Lauteracher.

Kontakt

E-Mail: info@helpinghands-2014.org

Telefon: 0664/2554556 (Franz Stelzl) oder 0664/2832111 (Theo Kelz)

Website: http://helpinghandstour2014.wordpress.com, www.helpinghands-2014.org

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