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Amoklauf-Drohung: „Ein ­Gericht ist kein Hühnerstall“

Sechs bedingte Haftmonate für 63-Jährigen: Gattin mit Amoklauf gedroht.

Seff Dünser

Ein Gericht ist doch kein Hühnerstall“, sagte Richter Peter Mück am Ende der Hauptverhandlung am Landesgericht Feldkirch. Der Angeklagte hatte im Bezirksgericht Feldkirch einen Amoklauf gegen seine Gattin angekündigt.

Der unbescholtene 63-Jährige wurde am Landesgericht wegen des Verbrechens der versuchten schweren Nötigung schuldig gesprochen. Der Lkw-Fahrer aus dem Bezirk Feldkirch kam mit der Mindeststrafe von sechs Monaten bedingter Haft davon. Die Probezeit dafür beläuft sich auf drei Jahre. Die mögliche Höchststrafe für schwere Nötigung beträgt fünf Jahre Gefängnis. Der anwaltlich von Sandra Wehinger vertretenen Exgattin muss er als Teilschmerzengeld 100 Euro bezahlen. Das Urteil, das der von German Bertsch verteidigte Angeklagte annahm, ist nicht rechtskräftig.

Bei einer Scheidungsverhandlung am Bezirksgericht hatte der Mann gesagt, er werde Amok laufen, wenn ihm das Wohnrecht nicht zugestanden werde. Nach Ansicht der Staatsanwaltschaft Feldkirch hat er damit zum Ausdruck gebracht, dass er seine Gattin töten wolle, wenn seiner Forderung nicht entsprochen werde.

Der Angeklagte wurde zwar zu einer bedingten Freiheitsstrafe verurteilt. Tatsächlich ist er für die ihm angelastete Tat aber bereits im Gefängnis gewesen. Denn der 63-Jährige hat in der Jus­tizanstalt Feldkirch drei Wochen in Untersuchungshaft verbracht – vom 10. Dezember 2013 bis zum 2. Jänner 2014. Es sei unverständlich, dass der Beschuldigte erst Wochen nach der Drohung im Gericht in U-Haft genommen worden sei, merkte der Strafrichter an.

Allerdings lagen dem Haftrichter auch andere Vorwürfe gegen den Beschuldigten vor, die noch Gegenstand eines gesonderten Ermittlungsverfahrens sind. Denn seine geschiedene Gattin hat ihn angezeigt, er habe sie während der Ehe sogar vergewaltigt. Dazu findet Ende Jänner eine kontradiktorische Einvernahme der Frau am Landesgericht statt.

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