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aus dem Gerichtssaal

Anklage: Fahrlässige Tötung mit den schweren Heuballen

Prozess gegen Traktorfahrer am 21. Jänner: Autofahrerin (26) von Heuballen erdrückt.

Von einem angeblich 400 Kilogramm schweren Heuballen tödlich verletzt wurde am 13. September 2013 in Göfis eine Autofahrerin aus Satteins. Strafrechtlich verantworten muss sich nun jener Traktorfahrer, von dessen Anhänger der Heuballen auf den entgegenkommenden Pkw der 26-jährigen Mutter von vier Kindern gefallen war.

Die Staatsanwaltschaft Feldkirch wirft dem 44-jährigen Landwirt fahrlässige Tötung unter besonders gefährlichen Verhältnissen und Gefährdung der körperlichen Sicherheit vor. Der von Richter Martin Mitteregger geleitete Strafprozess am Landesgericht Feldkirch findet am kommenden Dienstag statt.

Nach Ansicht der Anklagebehörde hat der Traktorlenker die im Straßenverkehr gebotene Sorgfaltspflicht außer Acht gelassen. Denn er sei zu schnell in eine Rechtskurve gefahren. Zur Sicherung seiner Ladung hätte er laut Strafantrag eine geringere Geschwindigkeit wählen müssen. Schließlich habe er Heuballen mit dem Gesamtgewicht von 6,7 Tonnen mitgeführt, die mit lediglich zwei Spanngurten in Längsrichtung gesichert gewesen seien. Zwölf Heuballen seien auf der linken Seite vom Anhänger gerutscht.

Einer der schweren Heuballen drückte das Dach und die Frontscheibe des entgegenkommenden Autos ein. Der vierjährige Sohn der tödlich verletzten Pkw-Lenkerin blieb auf dem Beifahrersitz unverletzt.

Der beschuldigte Landwirt gab vor der Polizei an, er habe dem entgegenkommenden Auto ausweichen müssen. Denn der Pkw habe sich teilweise auf seiner Fahrbahn befunden.

Prozess gegen Serbin

Ebenfalls am Dienstag muss sich am Landesgericht Feldkirch eine 22-jährige Serbin verantworten, wegen Vortäuschung einer Straftat und falscher Zeugenaussage. Politiker kritisierten in diesem Fall die Polizei, weil sie der Frau nicht glaube. Die Staatsanwaltschaft aber meint, dass sie den angeblich in Dornbirn auf sie verübten Raubüberfall durch drei Männer mit einer Beute von 200 Euro erfunden hat.

Seff Dünser

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