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Egger: Mehr Professionalität bei Organisation der Jugendspiele

Über die Organisation des Europäischen Olympischen Jugendfestivals, das vom 25. bis 30. Jänner 2015 im Montafon und Liechtenstein über die Bühne geht, wurde in der gestrigen Sitzung des Sportausschusses diskutiert.

Sonja Schlingensiepen

Nicht reibungslos scheint die Organisation des European Youth Olympic Festival (kurz: EYOF) voran zu gehen. „Eine tolle Veranstaltung, die uns im Vorfeld große Sorgen bereitet“, sagt Dieter Egger, Vorsitzender des Sportausschusses, nach der gestrigen Sitzung. Geschäftsführer Dieter Dubkowitsch habe knapp ein Jahr vor Beginn der Spiele das Handtuch geworfen. 1000 Helfer – erwünscht wären Freiwillige aus Wintersportvereinen und altgediente Funktionäre – werden noch gesucht. „Es wird schwierig sein, ausreichend Helfer, Fahrer und Hostessen zu finden“, ist allerdings in einem Sitzungsprotokoll des Stand Montafon zu lesen.

Schwierig gestaltet sich offenbar auch die Suche nach Sponsoren. Einen Teil des Gesamt-Budgets in Höhe von sieben Millionen Euro werden Bund und Land (jeweils 1,8 Millionen) sowie das Fürstentum Liechtenstein (0,7 Millionen Euro) übernehmen. Budgetiert sind Teilnehmergebühren (eine Million Euro) sowie Beiträge von EU, EOC und Sponsoren. „Insbesondere die erwarteten Beiträge von Sponsoren sind noch weitgehend offen“, berichtet Egger.

Diverse Geldgeber wollen auch gut gebettet sein – womit sich ein weiteres, bisher ungelöstes Problem auftut: Zwar seien für 1800 Teilnehmer und Betreuer Betten gesichert, für rund 150 VIP-Gäste würden aber noch Einzelzimmer im oberen Qualitätsbereich benötigt. Dieser Bedarf ist – so ist es ebenfalls im Protokoll des Stand Montafon zu lesen – bis dato noch nicht zugesagt.

„Die Veranstaltung ist nicht nur sportlich interessant, sondern auch eine Art Werbung für die Region und den Tourismus“, sagt Egger. Deshalb sei es schade, dass der Biathlon, bei Deutschen und Russen sehr beliebt, nicht in Vorarlberg ausgetragen werde.

„Die Verantwortlichen des Landes sollen Sorge tragen, dass das Projekt jetzt mit der nötigen Kompetenz und Professionalität angegangen wird“, mahnt Egger.

Prüfbericht Schruns

Fast zwei Stunden diskutierten die Mitglieder des Kontrollausschusses über einen Prüfbericht des Landesrechnungshofs. Direktor Herbert Schmalhardt und seine Mitarbeiter hatten die Finanzgebarung der Gemeinde Schruns unter die Lupe genommen und keine guten Noten verteilt. Die Finanzen seien aus dem Ruder gelaufen. Erst ab 2018 sei wieder Spielraum für Investitionen gegeben. Eine Voraussetzung sei allerdings, dass von 2013 bis 2017 bis zu 1,5 Millionen Euro pro Jahr eingespart werden.

„Es hat sich gezeigt, dass die Forderung der Oppositionsparteien wichtig und richtig war. Immer wieder hatten wir gefordert, dass der Landesrechnunghof auch Gemeinden unter 10.000 Einwohner prüfen soll“, sagt der Vorsitzende des Kontrollausschusses, Daniel Allgäuer (FPÖ).

Der Rechnungshof bringe außerdem ein grundsätzliches – rechtliches und strukturelles – Dilemma ans Tageslicht: den ungeklärten Rechtsstatus des Standes Montafon, befindet Katharina Wiesflecker (Grüne). Die Gemeinden seien für die Finanzierung von Projekten des Standes zuständig, die Gemeindevertretungen würden zu Nachvollzugsorganen für Standes-Beschlüsse degradiert.

Mehr Kooperationen

Einig waren sich die Oppositionspolitiker von FPÖ, Grünen und SPÖ darin, dass Gemeindekooperationen mehr in den Vordergrund rücken müssen. Die Verantwortlichen des Landes müssten deshalb höheren Druck ausüben. „Durch Förderungen gibt es viele Möglichkeiten, die Richtung vorzugeben“, meint Allgäuer.

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