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Nach der Drogenvergiftung nun 367.000 Euro eingeklagt

Invalidität nach Vergiftung in Vietnam: 28-Jähriger prozessiert gegen Unfallversicherung.

Seff Dünser

Sein 27-jähriger Freund ist im Dezember 2009 beim gemeinsamen Urlaub in Vietnam nach einem Barbesuch offenbar an einer Drogenvergiftung gestorben. Der damals 24-Jährige lag im Koma und hat überlebt. Jetzt führt der Montafoner einen am Landesgericht Feldkirch anhängigen Zivilprozess gegen seine private Unfallversicherung. Der Kläger fordert 367.000 Euro.

Die Versicherung weigert sich zu bezahlen. Denn ihrer Ansicht nach liegt gar kein Unfall vor. Für Klagsvertreter Michael Battlogg hingegen handelt es sich sehr wohl um einen Unfall und damit um einen Versicherungsfall. Der Schrunser Rechtsanwalt geht davon aus, dass auch sein Mandant in dem Lokal in der vietnamesischen Hauptstadt Hanoi ein Getränk zu sich genommen hat, das mit Opiaten vergiftet war. Der Kläger habe über keine Drogenerfahrung verfügt, sagte sein Anwalt.

Kein Unfall

Beklagtenvertreter Michael Gruber argumentiert als Anwalt der Versicherung damit, dass „der Giftstoff von innen und nicht von außen auf den Versicherungsnehmer eingewirkt“ und zur Gesundheitsschädigung geführt hat. Deshalb könne versicherungsrechtlich nicht von einem Unfall ausgegangen werden.

Den Rechtsstreit bezeichnete Zivilrichterin Julia Summer beim Prozessauftakt als „rechtlich interessante Frage“. Zu urteilen hat sie auch darüber, ob die behaupteten Ansprüche des Klägers schon verjährt sind oder nicht. Bei der nächsten Verhandlung wird der Kläger einvernommen werden. Er leide seit dem dramatischen Vorfall in Vietnam unter einer dauernden Invalidität im Ausmaß von 90 Prozent.

Herzstillstand

Drei Montafoner hatten im Dezember 2009 im Urlaub im Südosten von Asien einen Monat lang Vietnam bereisen wollen. Schon am ersten Wochenende hat sich die Tragödie ereignet. Nach einem Barbesuch in der Innenstadt von Hanoi ist der 27-jährige Montafoner gestorben. Er erlitt einen Herzstillstand. Der nunmehrige Kläger fiel ins Koma und befand sich zunächst in kritischem Zustand.

Der dritte Urlauber hatte in dem Lokal nichts konsumiert. Er kehrte vor seinen Reisebegleitern ins Hotel zurück. Am nächsten Tag ließ er die Rettung rufen, die die beiden Montafoner ins Französische Spital von Hanoi brachte.

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